Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch des Wohnungswesens und der Wohnungsfrage
Person:
Eberstadt, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2930467
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2933955
Hausformen. 
293 
Baumeister, Classen und Stübben, Umlegung u. Zonenenteignung. Berlin 1897. 
J. Olshausen, Sanierung Hamburgs, Zeitschr. f. Wohnungsw, Bd. I, S. '77. 
de Weldige-Cremer und Dr. Fahrenhorst, Die Grundstücksumlegung in Dort- 
mund. Dortmund 1903.  
A. Abendroth, Aufstellung von Bebauungsplänen. Berlin 1903. 
Carnillo Sitte, Enteignungsgesetz und Lageplan. "Städtebau" 1904, S. 5f. 
J. Stübben, Der Städtebau, 2. Aufl. Stuttgart 1907.  
J. V. Bredt, Die Zonenenteignung. Leipzig 1909. , 
W. Büsselberg, Die Erschließung von städtischem Baugelände. Berlin 1910. 
Hertrich, Bauplatzumlegnng. München 1916 
und. die Artikel in den oben S. llf. erwähnten Handwörterbüchern. 
Zweiter 
Abschnitt. 
Die 
Hausformen. 
1. Die verschiedenen Bautypen. 
ä 66. Zur Unterscheidung der Wohnungsformen können wir drei 
Gesichtspunkte wählen: 1. die Zahl der innerhalb einer Hauseinheit 
vereinigten Wohnungen, 2. den Hausgrundriß, 3. die Anordnung 
und Schichtung der einzelnen Wohnungen. Es erscheint ebenso ein- 
fach wie natürlich, die Kennzeichnung eines Wohngebäudes schlechthin 
nach der Zahl seiner Wohnungen zu geben, und in wohnungspolitischen 
Darlegungen findet man vielfach, daß eine nur auf der Wohnungszahl 
beruhende Scheidung der Hausformen angewendet wird. Abgesehen 
von dem Einfamilienhaus, das allerdings durch die Zahl genügend ge- 
kennzeichnet wird, mag es indes schwierig sein, die Abgrenzung der 
Hausforxnen auf eine Zahl zu gründen; gleichviel bei welcher Woh- 
nungszahl wir die Grenze eines Haustypus ansetzen, so wird sie immer 
als willkürlich bestimmt erscheinen. Eine sachlich zutreffendere Unter- 
scheidung bieten deshalb die beiden anderen Merkmale, der Haus- 
grundriß und die Anordnung der Wohnung. Aus dem Grundriß er- 
kennen wir die Absicht, in der der Eigentümer sein Grundstück aus- 
nutzen will. Hieraus ergeben sich zunächst folgende Hauptformen der 
Wohngebäude: 1. Familienhaus oder Eigenwohnhaus; 2. Mietwohnungs- 
haus oder Mehrwohnungshaus; 3. Mietskaserne. 
1. Als Familienhaus (Eigenwohnhaus) ist zu bezeichnen die Wohn- 
hausform, bei der die Absicht des Besitzers erkennbar ist, das Haus 
als Eigenwohnung zu benutzen. In der Form des Einfamilienhauses 
(Einwohnungshauses) dient das Haus nur einem einzigen Haushalt. 
2. Die städtische Entwicklung hat des Familienhaus zu dem Miet- 
wohnungshause fortgebildet. Das Mietwohnhaus, Mehrwohnungshaus, in 
Sachsen als bürgerliches Mietshaus bezeichnet, entsteht in örtlich ver-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.