Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch des Wohnungswesens und der Wohnungsfrage
Person:
Eberstadt, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2930467
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2933696
Bebauungsplan 
und 
Bodenparzellierung. 
267 
von 700-2000 M., die die Errichtung von Einfamilienhäusern oder 
Flachbauten schlechthin ausschließt. 
Die Kosten wohnbaumäßiger Aufschließung betragen dagegen in 
den Kruppschen Siedelungen  
chaussierte Straße 
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Aschenwege „ 
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breite 
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für den laufenden Meter. Ausgeführte Anlagen in deutschen Garten- 
städten ergeben an reinen Straßenbaukosten 25-41,?) M. für den 
laufenden Meter; bei größeren Gartenstädten (Hellerau, Stockfeld-Straß- 
burg, Karlsruhe, Ellerbek, Mannheim, Nürnberg) auf den Quadratmeter 
Baustelle umgerechnet, 1-3 M. für den Quadratmeter. Paul Fischer 
berechnet bei 3-4 m befestigten Fahrdamms aus Schotter mit gewalzter 
Kieslage die Herstellungskosten der Wohnstraße auf 10-12 M. für 
den laufenden Meter Straße :5-6 M. für den laufenden Meter Grund- 
stücksseite. In den Kleinwohnungsbezirken des Auslandes belaufen sich 
die Kosten der Straßenanlage einschließlich Kanalisation, jedoch ohne 
Landabtretung, auf rimd 75 Pf. für den Quadratmeter Baustelle (Provinz- 
städte England) bis 1 M. (London; auf eine Baustelle von 16X1OO 
engl. Fuß 16O_M.). 
Für die Ausführung der Wohnstraßen und Wohnwege sind, neben 
den baupolizeilichen Vorschriften, die örtlichen Verhältnisse bestimmend. 
An verwendbaren Materialien kommen insbesondere, je nach der Vor- 
schrift harter oder weicher Befestigung und den örtlichen Bedingungen 
in Betracht: Kleinstein, Schotterung, Ziegel, Makadam, Kies, Hütten- 
schlacke u. a. m. Bei starker Staubentwicklung empfiehlt sich die An- 
wendung der Teerung. Berechnungen und Angaben über ausgeführte 
Anlagen werden mitgeteilt in folgenden Schriften und Abhandlungen: 
Sepp, Zeitschr. f. Wohnungswesen, IX, 1910, H. 5, S. 69; Eberstadt, 
Bodenparzellierung in England, Berlin 1908, S. 34; Verbesserungen 
im Straßenbau, „Die Bauwelt" 1911, Nr. 21, 24 und 27; Stelz, Die 
Wohnstraße, Leipzig 1912; Rud. Fuchs, Zeitschr. „Die Gartenstadt", 
VI, 1912, H. 4, S. 66, Lohrmann, ebenda, H. 6, S. 98; Behnisch, 
ebenda, H. 8, S. 134; Biel, Wirtschaftliche und technische Gesichts- 
punkte zur Gartenstadtbewegung, Leipzig 1913; Vespermann-Graven- 
horst, Das Kleinpflaster, 2. Aufl., Berlin 1915; Neuber, Zentralbl. d. 
Bauvervm, Bd. XXXVI, 1916, Nr. 92, S. 605; Paul Fischer, Archiv 
f. innere Kolonisation, "IX, 1917, H. 1, S. 47; Karl Haller, Staub- 
bekampfung auf Straßen, Leipzig 1917; W. Graßhoff, Straßenbau- 
kosten, Berlih 1919.    
3. DieFrage der Entwässerung ist bei engraumiger und gedrangter 
Bauweise anders zu beurteilen als bei der weiträumigen und zerteilten 
Siedelung. Durch die Entwässerung sind fortzuschaffen das Meteor- 
wasser (Oberflächenwasser, Regen und Schneeabgang), das Wirtschafts- 
wasser und das Schmutzwasser. Das Bestreben, den Wohnbau von 
schweren, die Siedelungsweise schädigenden Belastungen freizuhalten, hat 
zu einer wesentlichen Wandlung in den seither geltenden Anschauungen 
bezüglich der Entwässerungsan-lagen geführt. Hinsichtlich der Straßen- 
entwasserung geben die Leitsätze zu dem Preußischen Ministerialerlaß
        

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