Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch des Wohnungswesens und der Wohnungsfrage
Person:
Eberstadt, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2930467
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2933380
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Vierter Teil. 
bestenfalls durch eine Moderichtung neubelebt werden; und welche 
Regeln dagegen dem Bedürfnis der Gegenwart entsprechen. 
Die Systematik des Straßenbaues wurde im Zusammenhang mit 
den seit dem 16. Jahrhundert hervortretenden städtebaulichen Neuerungen 
ausgebildet. Die bis zu Anfang des 17.Jahrhunderts entwickelte Auf- 
fassung zeigt sich in dem Lehrbuch des Vincenz Scamozzi, der den 
in der Abb. 20 wiedergegebenen Normalplan aufstellt. Die Stadtanlage 
erscheint hier vollständig identifiziert mit dem Straßennetz, und aus 
jeder Einzelheit spricht die Freude an der Einheitlichkeit und kunst- 
gerechten Regelmäßigkeit der Straßenzeichnung. Für die Straßen ist 
durchgängig die gleiche Breite angesetzt; zwischen Hauptstraßen, Neben- 
Abb. 
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Normalplän einer Sta (Scimozzi). Äus Eberstadt, Zur Geschichte 
des Städtebaues. Zeitschr. Kunst und Künstler, 1916, S. 480. 
Straßen, Wohnstraßen besteht keine wahrnehmbare Scheidung. Nur für 
die äußere Ringstraße, die als Zugang zum Wall und als Auffahrt zu 
den Bollwerken dient, ist eine größere Breite vorgesehen. 
Mit dem Ausgang des 17. und während des 18. Jahrhunderts 
macht die Reglementierung des Straßenwesens weitere Fortschritte. 
Als Systematiker erlangt  Frankreich hatte Italien aus seiner führen- 
den Stellung verdrängt  der Franzose Daviler Ansehen und all- 
gemeine Verbreitung in der Baupraxis. In seinem Lehrbuche des Bau- 
wesens finden wir die abschließenden Leitsätze, die uns die nunmehr 
vollzogene Entwicklung anzeigen. „Eine Stadt", sagt Daviler, "ist 
vom Standpunkt der Baukunst (sie) ein Inbegriff von Gebäuden, die
        

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