Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch des Wohnungswesens und der Wohnungsfrage
Person:
Eberstadt, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2930467
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2932138
und 
unbebaute Boden 
Der 
die Bautätigkeit. 
111 
dem übrigen Land die Bevölkerung zusammengedrängt wird. F ii r 
die Baureife ist hier nicht entscheidend die Stadtnähe, 
sondern es entscheiden andere Momente, die wir noch kennen lernen 
werden. 
2. Es zeigt sich weiter, daß in unseren deutschen Großstädten, 
die gedrängte Bebauung keineswegs aus dem alten Bausystem den 
Innenstadt herrührt. Die Zusammendrängung der Wohnbevöllterurlg 
entsteht nicht auf hochwertigem und knappem Boden, sondern auf ur- 
sprünglich geringwertigem und reichlichem Boden. Das 
System des Massenmietshauses und der gedrängten Bauweise ist in 
unseren Städten nicht von innen nach außen, nach dem Prinzip der Zentrums- 
nähe, vorgedrungen, sondern es ist selbständig in den Außenbezirken ent- 
wickelt worden. Diese naturwidrige Erscheinung findet indes eine 
recht einfache Erklärung. Nur dem geringwertigen Lande kann auf 
künstlichem Wege ein Wert verliehen werden, der unabhängig ist von 
der Lage des Grundstückes, der also mit der echten Grundrente 
(Differentialrente) nichts zu tun hat.
        

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