Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hochgebirgs- und Winterphotographie
Person:
Kuhfahl, Gustav Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2928653
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2929470
Bei Verschmutzung oder Trübung der beiden äußeren Glasseiten 
dient alte oft gewaschene Leinwand zum Putzen. Erscheint eine 
Reinigung im Innern nötig und will man sie nicht einem Fach- 
mann übertragen, so müssen die schmalen Fassungsringe schließ- 
lich genau so fest wieder verschraubt werden, wie man sie vor- 
gefunden hat; andernfalls ändern sich die Abstände der einzelnen 
Linsen und ergeben dadurch eine völlig gestörte optische Wirkung. 
Während Stockungen der Iri s bl e n d e nur selten vorkommen, 
wird man den Verschlu ß in allen Stellungen durchprüfen und 
dazu auch die Sekundenuhr zur Hand nehmen. Erfahrungsgemäß 
deckt sich bei manchen Verschlüssen die Wirkungszeit keineswegs 
mit der eingravierten Skala, sondern meistenteils stellt sich bei den 
kürzeren Spannungen das Ergebnis auf den doppelten oder drei- 
fachen Zeitraum. Nun pHegt dies zwar bei Landschaftsaufnahmen 
im allgemeinen ziemlich bedeutungslos zu bleiben, in ärgerlicher 
Weise wird der Fehler aber bei verwischten Bewegungsaufnahmen 
oder überlichteten Naturfarbenplatten zutage treten. 
Da es keinen handlichen, preiswerten Prüfungsapparat gibt 
und nicht jedermann Lust und Zeit hat, sich einen solchen selbst 
zu basteln oder gar des öfteren ein paar Dutzend Platten für plan- 
mäßige Belichtungsproben zu opfern, so mag man sich bei land- 
schaftlichen Aufnahmen daran gewöhnen, immer nur mit ein 
und derselben Verschlußspannung zu arbeiten und den erforder- 
lichen Lichtausgleich mittelst der Blende zu suchen, die unter 
allen Umständen eine mathematisch genaue Abstufung gewähr- 
leistet. 
In tadellosem Zustande hinsichtlich der Lichtsicherheit muß 
auch der K a s s e t t e n b e s t a. n d gehalten sein, infolgedessen 
prüfe man die Beschaffenheit der Samtdichtungen, der Vorreiber 
oder sonstigen Haltevorrichtungen und lasse schadhafte Stücke 
einfach zu Haus. 
An S t a t i v e n von Holz oder Metall sind öfters eine An- 
zahl Schrauben gelockert oder überhaupt verschwunden. Bei 
Röhrenstativen dreht sich manchmal auch die massive Spitze 
des untersten Gliedes von selbst auf, so daß sie verlorengeht, 
ebenso pflegt die Kopfschraube der Aluminiummodelle beim Ab- 
nehmen der Kamera sich leicht mit loszuschrauben; wo diese 
Gefahr besteht, mag man diese Schraube einfach fest vernieten 
lassen. 
Neben dem eigentlichen Gerät für die Aufnahmetätigkeit 
wird der vorsichtige Photograph den mutmaßlichen Vorrat an 
N e g a t i v m a. t e r i a1 entweder selbst bei seinem Gepäck 
von der Heimat aus mitführen oder von einem zuverlässigen Ver- 
käufer nachsenden lassen. Jedenfalls wäre es vor bedeutsameren
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.