Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hochgebirgs- und Winterphotographie
Person:
Kuhfahl, Gustav Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2928653
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2929439
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Farbschei ben vorzuschalten, bis der Blick in bestimmter Weise ge- 
trübt wird, oder den Helligkeitsgrad einer durchsichtigen Fläche 
in vorgeschriebener Weise zu prüfen. Das Verfahren beruht 
also in der Hauptsache auf einer Abschätzung der herrschenden 
Beleuchtung durch das Auge, wie ich sie bereits bei der ähn- 
lichen Verwendung der Kamera und der Mattscheibe erwähnt 
habe. Um dem Auge jedoch auch die Beurteilung der aktinischen 
Lichtwirkung bis zu einem gewissen Grade zu ermöglichen, wird 
die Abdämpfung der Helligkeit nicht in optischer Weise durch 
Abblendung, sondern auf spektroskopischem Wege durch Farb- 
ülter vorgenommen. 
Bei dem billigen I c a  D i a p h o t läßt sich zu diesem 
Zwecke ein verlaufend gefärbtes graublaues Glas durch Drehung 
nach und nach vor einem Okular vorbeischieben, bis sich die An- 
sicht des Aufnahmegegenstandes in bestimmter Weise verdunkelt 
hat. Ähnlicherweise wird die Verdüsterung des Naturbildes bei 
dem vollkommneren A k ti n o p h o t o m e t e r von Heyde 
durch Drehung des trommelförmigen Gehäuses erreicht. Bei 
beiden uhrförmigen Instrumenten ist die Blendenreihe mit den 
zugehörigen Belichtungszeiten einfach nebeneinander abzulesen. 
Auf anderem Wege gelangen die neuesten Meßgeräte in 
Tubusform zur richtigen Gegenüberstellung der Blenden- und 
Verschlußstellung. Das J u s t o p h o t ist zunächst je nach 
Wetter und Örtlichkeit der Aufnahme auf eine von vier Marken 
einzustellen und geht dabei von den vier bestimmten Belichtungs- 
zeiten V25, V5, 4 und 30 Sekunden aus. Durch Drehung eines 
Ringes wird innerhalb des Sehrohres auf dunklem Grunde 
eine dieser Zahlen in heller Schrift nach und nach lesbar gemacht 
und damit die Messung vollendet sowie die zugehörige Blende 
äußerlich gekennzeichnet. Beim L i o s - Ak t i n o m e t e r da- 
gegen blickt das Auge innerhalb des geschlossenen Sehrohres auf 
einen halbhellen Mattglashintergrund, während die Lichtmessung 
durch bestimmte Veriinsterung eines kleinen Fensters bewirkt 
Wird. 
Diese Instrumente liefern bei Schneebedeckung sowie in den 
verschiedenen Hochlagen stets zuverlässige Ergebnisse und sind 
für alle Plattenempfmdlichkeiten einschließlich der Farben- 
platten verwendbar. Ihre Handhabung vollzieht sich auch ohne 
besondere Übung weit rascher und bequemer, als die Gebrauchs- 
anweisungen zunächst vermuten lassen, nur mag man in jedem 
Fall dem Auge, das auf Schnee und Gletschern besonders vom 
Außenlicht geblendet ist, etwazo SekundenZeitzur 
Anpassung lassen und dann erst an die Beurteilung der abge- 
dämpften Blau- oder Graubilder herangehen. Unter dieser Vor-
        

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