Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hochgebirgs- und Winterphotographie
Person:
Kuhfahl, Gustav Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2928653
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2929290
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liche Absicht, der die Aufnahme dienen soll. Wer nur für den 
engeren Freundes- und Familienkreis arbeitet, wird sich die Vor- 
züge der S c h m al f i l rn ausrüstung zunutze machen können, 
bei höheren Ansprüchen oder geschäftlicher Ausnützung bleibt 
der N o r m al f il m aber doch wohl, trotz höherer Kosten und 
Lasten, das ratsamere. Hierbei geben letzten Endes nicht nur 
die Geldmittel, sondern  ähnlich wie beim Photoapparat  
die touristischen Fähigkeiten den Ausschlag für Gewicht und 
Größenwahl der Ausrüstung. 
Der kleine metallne Reiseapparat selbst steht zwar noch im 
Zustand der Entwicklung, vermag sich jedoch auf die langjährige 
Erfahrung der Berufsaufnahme und deren vollendeten Mecha- 
nismus zu stützen, so daß wohl nur geringfügigere Verbesserungen 
noch zu erwarten sind. Jedenfalls kann man unbedenklich 
unter den deutschen Fabrikaten seine Auswahl treffen, denn zu 
billiger Spielzeugware ist dieser Handelszweig noch nicht herab 
gekommen. 
Die Bedienung ist dem Kinoamateur nach Möglichkeit be- 
quem gemacht. Die Filmbänder kauft man in lichtsicheren Dosen 
in abgepaßter Länge und kann sie bei Tageslicht in die trommel- 
förmigen Kassetten oder direkt am Apparat einführen. 
Wer sich mit der Entwicklung und dem Kopieren nicht 
selbst befassen will, findet genau so wie für Platten und Roll- 
Films die gewünschte Hilfe durch die Photohandlungen. Für 
die eigene Vornahme aller Entwicklungs-, Umkehr- und Kopie- 
arbeiten sind kleine zweckmäßige Hilfsgeräte geschaffen worden, 
die ein bequemes Hantieren mit den unhandlich langen Film- 
bändern gestatten und somit wesentlich zur Einbürgerung des 
ganzen interessanten Arbeitszweiges beitragen werden. 
Die Belichtung des Kinofilms spielt sich bekanntlich in 
kurzen, möglichst gleichbleibenden Augenblicksauinahmen mit 
r6- 20 Teilbildern in der Sekunde ab, die durch regelmäßiges 
Drehen einer Handkurbel oder mittelst des aufgezogenen Feder- 
werks zustande kommen. Obwohl zumeist Objektive mit der 
großen Lichtstärke von f 3,5 oder f 2,7 eingebaut sind, wird 
man schon der plastischen Bildwirkung halber seine Aufnahmen 
möglichst im hellen Sonnenschein suchen, und dabei zum An- 
fang einfachere Vorbilder wählen, mit deren Erscheinung oder 
Vorgang man durch die tägliche Gewohnheit selbst vertraut 
war. Der kräftigen Beleuchtung in höheren alpinen Lagen 
muß der Kinomann durch entsprechende Abblendung begegnen, 
da er die Aufnahmegeschwindigkeit im Interesse naturwahrer 
Darstellung nicht steigern darf. 
Die Normaleinstellung der Amateurkinos zeichnet bereits
        

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