Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über die photographischen Verfahren
Person:
Schmidt, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2923293
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2924507
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Zum Auschloren nimmt man vorteilhaft lauwarmes Wasser, 
da dann der Prozeß rascher und gründlicher vor sich geht; 
in der Regel genügtein achtmaliger Wasserwechsel innerhalb 
einer Viertelstunde. Zuweilen setzt man dem vierten oder 
fünften Waschwasser etwas Kochsalz zu, um beim Tonen eine 
wärmere Farbe zu erhalten. Durch die nachfolgenden 
Waschungen muß aber jede Spur von Salz vorher wieder ent- 
sfernt werden. 
Nach kurzem Abtroptenlasseu bringt man das zu tonende 
Bild in das Tonbad, worin es unter beständigem leichten 
"Schaukeln so lange verbleibt, bis es in der Durchsicht den 
richtigen Ton erhalten hat. Man unterbreche die Tonung eher 
etwas früher, da die Bilder im weiteren Verlauf leicht noch 
etwas nachtonen. Vom Tonbad gelangen sie nach kurzem 
Durchziehen durch reines Wasser, aber manchmal auch direkt, 
in das Fixierbad. Man vermeide, in den Tonbädern gleich- 
zeitig eine größere Anzahl von Bildern zu verarbeiten, da 
sonst sehr leicht Flecke entstehen. Auch ist peinliche Rein- 
lichkeit der Hände und Schalen sowie Mensuren notwendig, 
um mit Erfolg zu arbeiten. 
Zum Tonen wird meist sogenanntes braunes Goldchlorid 
oder Natriumgoldchlorid (NaAuOlL) benutzt, doch wirkt in den 
Bädern nicht direkt dieses, sondern eine Verbindung, welche erst 
durch Umsetzung des Goldchlorides mit anderen Chemikalien 
(z. B. Rhodanammonium usw.) entstehen. Die Lösungen können 
"von verschiedener Reaktion sein, und man unterscheidet daher 
1. saure, 
2. neutrale oder schwach alkalische und 
3. stark alkalische Goldbäder. 
Die sauren Bäder sind meist gut haltbar, und geben rot- 
Floraune Töne, greifen aber die Lichter ziemlich stark an. 
Die stark alkalischen Bäder sind weniger haltbar, geben 
violettbraune Töne und erhalten die Lichter gut. 
Die neutralen oder schwach alkalischen Bäder stehen in 
der Mitte. Die sauren Goldbäder werden in der Praxis nur
        

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