Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der gezeichnete Film
Person:
Lutz, Edwin George Wolter, Konrad
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2920272
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2921396
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gehalten werden müssen, wie die entsprechenden Teile des Aufnahme- 
apparates. Gleich unterhalb des Kanals läuft der Film wieder über 
eine Zahntrommel, gegen die ihn mehrere Andruckrollen halten. 
Diese Zahntrommel unterhalb des Kanalaustrittes dreht sich nicht 
gleichförmig, sondern a b s a t z W e i s e. Sie besitzt einen Umfang 
von I6 Zahnpaaren und dreht sich jeweils um ein Viertel ihres Um- 
fanges, d.h. um 4 Zahnpaare. Da nun auf jedes Einzelbild rechts 
und links vier Perforationslöcher entfallen, ergibt sich hieraus, 
daß diese Zahntrommel bei jeder ihrer Vierteldrehungen immer genau 
ein Filmbild aus dem Kanal herunterzieht. Nachdem der Film 
diese Trommel passiert hat, läuft er in einer zweiten, der unteren, 
losen Schleife zur Nachwickeltrommel, die sich wieder gleichförmig 
dreht  hierdurch erklärt sich die Notwendigkeit der unteren 
Schleife  und endlich gleitet er durch das Maul der unteren Feuer- 
schutztrommel in diese hinein und wickelt sich hier wieder auf einer 
Spule auf, deren Kern und Welle von der Maschine angetrieben 
werden, jedoch nicht zwangsläufig, sondern Ukraftschlüssig" mittels 
einer Friktion. Die Gründe hierfür sind die gleichen wie bei der 
unteren Kassette der Aufnahmekamera und können oben nach- 
gelesen werden. 
Hinter dem Filmfenster befindet sich die automatische Feuer- 
schutzklappe  die sich selbsttätig hebt, so bald sich die Maschine 
mit einer Geschwindigkeit bewegt, die ein Entzünden des Films 
im Fenster ausschließt. Läuft die Maschine nämlich zu langsam, 
dann würde jedes der einzelnen Filmbilder während einer so langen 
Zeit im Fenster ruhig stehen bleiben, daß diese ausreichen würde, 
um den Film hier infolge der großen Hitze, die die Bogenlampe 
ausstrahlt, sofort in Flammen zu setzen. Auch diese Feuerschutz- 
klappe wird durch eine Friktion, zuweilen durch einen Fliehkraft- 
regler, gehoben. 
Kurz sei eingegangen auf den eigentlichen absatzweisen 
Schaltmechanismus des Projektors, der, wie 
bereits oben dargelegt, die Transportzeit des Films zur Stillstands- 
oder Projektionszeit im Verhältnis von r : 3 regelt. Während die 
Aufnahmekamera und die Kopiermaschine als Transportmechanis- 
mus den Greifer verwenden, benutzt der Projektor nahezu jeder 
Bauart hierfür das sogenannte M al t e s e r k r e u z , das seinen 
Namen seiner Form verdankt, die an das Kreuz erinnert, das die 
Malteserritter auf ihren Mänteln tragen. 
 Den Malteserkreuz-Mechanismus zeigt in vier aufeinander folgen- 
den Stellungen unsere Abb. 47. Wir bemerken zunächst eine (schraf- 
fierte) runde Scheibe, die an einer Stelle ihres Umfanges einen senk- 
recht stehenden Stift trägt. Diese Scheibe wird durch den Mechanis-
        

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