Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der gezeichnete Film
Person:
Lutz, Edwin George Wolter, Konrad
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2920272
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2922928
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Das Ideal für den Filmzeichner, der seine fertige Arbeit prüfen 
und endgültig zusammenstellen will, bildet jedoch fraglos das „L y t a  
Kinoskop" der Firma Apparatebau Freiburg G. m. b. H. in 
Freiburg i. B. Dieses Instrument verkörpert in seiner Ausführung 
als „L y t a  U m r 0 l l t i s c h mit versenkbarem Kinoskop" einen 
Horizontalumroller, der zwischen seinen beiden Achsen ein optisches 
Gerät nach Art des alten Lebensrades oder der YVundertrommel 
besitzt, durch das der Film auf seinem Wege von einer Achse zur 
andern läuft. Technische Einzelheiten sollen hier nicht erörtert 
werden; nur die Verwendung des Kinoskops sei kurz gekennzeichnet. 
Die Filmrolle liegt auf dem linken flachen Teller und umgibt dessen 
senkrechte Achse. Man legt den Anfang des Films in den nach oben 
offenen Schlitz des Kinoskops, in dessem Innern eine schwache 
Glühlampe brennt, und be- 
festigt ihn schließlich auf „   a.  „ '21 
der Achse des rechten flachen  Eßiäiiiä-i 
Tellers, der durch eine Kur-  l 39  E  
bel, die rechts unter der l_ 3  I? 
Tischplatte hervorragt, mit- '72  "a, 
samt seiner Achse in Drehung   
versetzt wird und dabei den 
Film aufrollt. Das Kinoskop ' 
trägt auf seiner dem Ar-  'V 
beitendenzugewandtenStirn- i  I 
seite eine große Glaslinse;  ; 
drehen wir nun an der Kur-  
bel des Umrollers, so läuft 
derFilm durfih das Kinoskopr Abb. 157. „Lyta-Umrolltisch" mit einge- 
und in dessen Frontlinse er- bautem, jedoch versenkbarem „Kinoskop". 
blicken wir, in normaler, 
bequemer Haltung am Tische auf einem Stuhle sitzend, immer je 
zwei der aufeinanderfolgenden Filmbildchen in ziemlicher Vergröße- 
rung aufrecht und hell vor uns und beobachten auf diesen den Be- 
wegungseindruck fast genau so gut wie auf der Leinwand des Licht- 
spieltheaters. Eine Schlitzscheibe dreht sich nämlich im Innern des 
Kinoskops und läßt unsern Blick nur immer während so kurzer 
Sekundenbruchteile auf den ständig vorübergleitenden Film fallen, 
daß wir dessen Eigenbewegung gar nicht wahrnehmen, sondern nur 
die in den Filmbildern selbst enthaltene Bewegung empfinden; 
also gewissermaßen ein modernisiertes „Kinet0skop" von Edison 
(vgl. S. 49). Halten wir jedoch den Film an und steht die Schlitz- 
scheibe des Kinoskops still, so öffnet sich deren Schlitz automatisch 
so weit, daß er das ganze Gesichtsfeld hinter der Linse frei gibt und
        

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