Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der gezeichnete Film
Person:
Lutz, Edwin George Wolter, Konrad
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2920272
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2922501
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In einer Skandalposse niederer Ordnung muß das Opfer eines 
Schlages vor dem Niederfallen stets wie ein Kreisel umhertaumeln. 
Das erregt unfehlbar Gelächter. Eine derartige Wirkung läßt sich 
in gezeichneten Filmen leicht erreichen. Physiologische Unmög- 
lichkeiten des menschlichen Körpers braucht der Filmzeichner 
nicht in Betracht zu ziehen; er darf seine Personen so viel umher- 
wirbeln, wie ihm das gefällt. 
In einem Zeichenfilm prügeln sich zwei Knaben; zunächst 
parieren sie ein paar Schläge, und dann sieht man sie plötzlich 
derartig herumwirbeln, daß außer einer konlusen Masse, daß außer 
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Äbb. 133. Der Held dreht sich wie ein Kreisel. 
Unten die fünf Teilzeichnungen, die in längerer Folge nacheinander je 
mal photographiert werden. 
ein- 
einigen Arm- oder Beinhuschern nichts mehr zu unterscheiden ist. 
Es sieht das so aus wie ein sich rasch drehendes Zahnrad. Man 
macht das im Film in der Weise, daß man sich eine Zeichnung an- 
fertigt, auf der sich beide Buben ineinander verkrallt haben, und 
diese dreht man um ihren Mittelpunkt wie ein Rad. 
Beim Panorama-Effekt wirkt es häufig hinreichend realistisch, 
vor allem wenn man Heiterkeit wecken will, wenn man Arme und 
Beine des höchst eilig laufenden Mannes ein wenig verwischt zeichnet 
ebenso auch die Speichen eines sich schnell drehenden Rades.
        

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