Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Hohe Lied vom Holz
Person:
Marquard, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2916243
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2917810
und Zellulosefabriken angegliedert waren, die gute Gewinne abwarfen. 
Äuf Anregung der finnländischen Erzeuger wurde darum das „nor- 
dis ch e H olz k arte l l" gegründet, das 90 v. H. der gesamten Export- 
menge von Schweden und Finnland umfaßte und so gut arbeitete, daß 
die nordische Sägeindustrie wieder festen Boden unter die Füße bekam. 
Ausgeführt werden in erster Linie Planken und ungehobelte Bretter, 
dann gehobelte Bretter, Brett- und Plankenstücke, Sparren, Gruben- 
holz, Faßdauben, Bauholz- und Mastbäume, dann Zellulose- und Holz- 
schliff und schließlich Zündhölzer. Hauptausfuhrländer sind zur Zeit 
Frankreich, Holland und Belgien, in zweiter Linie Deutschland, Dänemark 
und Spanien. In neuerer Zeit verspürt der Norden sehr starke russische 
Konkurrenz, für die sich besonders der englische Großimport inte- 
ressiert, sowie die polnische Holzausfuhr. Die nordische Holzindustrie, 
die sehr gut organisiert und hervorragend leistungsfähig ist, wird sich 
aber trotz aller Schwierigkeiten auch ferner durchsetzen. 
Die 
Ausfuhr 
VOII 
Schnittholz 
aus 
Schweden 
betrug : 
1913 
1926 
1 O98 532 
1923 1924 1925 
927 547 933 942 994 551 
EH 
Standards 
Davon 
gingen 
nach 
Deutschland : 
1913 1923 1924 
130015 5343 23 644 
 1925 1926 
45 409 32 839 Standards 
11,8 ofo 
0,57 (V0 
3 
19 0x0 
4'5 0x0 
Norwegen 
Die Gesamtwaldfläche beträgt 6,9 Millionen Hektar:21,4 v. H. der 
Gesamtfläche des Landes. Die Staatsforsten umfassen 15 v. H., die Ge- 
meindeforsten 3,1 v. H., die Privatwaldungen 81,9 v. H. Äuf Nadelholz 
entfallen 61,4 v. H., auf Laubholz 21,1 v. H. Äm verbreitetsten ist die 
Kiefer. Die jährliche Holznutzung wird zu 9,7 Millionen Festmeter an- 
gegeben. Die Holzausfuhr ist schon seit Jahrhunderten ein Haupt- 
bestandteil des Außenhandels. Sehr eingebürgert war auch von jeher 
der Raubbau. Eingeführt wurden nach Deutschland im Jahr 1925: Bau- 
und Nutzholz für 545 000 Mark (1913: 1,5 Millionen Mark), Holzschliff 
1,6 Millionen Mark (1913: 460000 Mark). Neuerdings ist Norwegen dem 
nordischen Holzkartell angeschlossen, worüber näheres in dem Kapitel 
"Schweden" gesagt ist. 
Rußland 
Vom alten zaristischen Rußland haben sich nach der Revolution ge- 
trennt die großen Gebiete von Polen, Estland, Lettland, Litauen und 
Finnland, außerdem einige Provinzen im Süden. Die Gesamtwaldfläche 
des zaristischen Rußland betrug 180 774 O00 Hektar, davon waren richtig 
bebaut 147,8 Millionen Hektar, abgesprengt sind heute davon rund 
33,4 Millionen Hektar. Rußland hat also nach wie vor ungeheuren
        

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