Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Forstbenutzung
Person:
Gayer, Karl Fabricius, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2886189
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2893663
U62 
Torf. 
und teueren Betriebs. Nur wo reichlich Abwärme von anderen Betrieben 
kostenlos zur Verfügung steht oder für die Nachtrocknung Iufttrocknen 
Torfs zum Zweck Weiterer Veredlung, z. B. der Brikettierung oder Ver- 
gasung, ist sie zweckmäßig. Brenntorf wird daher stets natürlich ge- 
trocknet, und zwar in den meisten Fällen im Freien, seltener unter Dach. 
a) Trocknung im Freien. 
Die Trockenplätze linden sich entweder auf dem Moor selbst oder, 
wenn dieses zu naß sein sollte, möglichst nahe dabei; sie müssen vor 
dem Beginn des Stechens geebnet und hergerichtet sein. Je nach der 
Größe des Betriebs und dem zur Verfügung stehenden Trockenraum wird 
das Trocknen in verschiedener Weise vorgenommen. 
Der frisch gewonnene und geformte Torf wird ailf Sehiebkarren, Feldbahnen 
oder den oben beschriebenen Förderanlagen sogleich auf den Troekenplatz gebracht 
und hier einzeln mit einigem Zwischenraum in einer Lage oder in mehreren kreuz- 
ghssvarwP 
 wwßh 
lhiiifffullßzn" I   E, 
w w  {Mv11lU'Y-"h"   
 Um:  11,   ,W" N,  
Im? üuvxvLßr    15:1; S 
  Im"?   
 
Abb. 37T. 
Aufstellen dvr Soden zum Trocknen. 
A1 
4x73? 
 
Mumm  
um mmm 11  
  
K  
 1'  1.1; 
56. ,ßjl Ägßl" A: ßa  
 
Abb. 37b". 
lfschiuhten der Soden an Stäben (Kasteln). 
weise übereinander ausgelegt, oder die Soden werden hier sogleich in kleine 
Häufchen von je fünf Stück, nach der Abb. 377, aufgestellt oder, wie man sagt, 
auf die Spreite gebracht; oder man schichtet die Soden in Form der Abb. 378 um 
senkrecht in den Boden gesteckte Stäbe kastenartig bis zu einer Höhe von 
1-1,5 m auf (Kastel), ein Verfahren, das besonders in Schwaben und denuBodensce 
gcgenden üblich ist; oder man bedient sich, wie an einigen Orten Osterreichs, 
kräftiger, in den Boden gesteckter Stangen, die mit neun bis zehn an den Enden zu- 
gespitzten Querstäben kreuzweise durchzogen sind, und an die die Soden angespießt 
werden, das sogenannte Hiefeln. Hat der Torf seine erste Abtrocknung erhalten, 
ist er, je nach Bedarf, ein- oder mehrmal umgesetzt, d. h. sind die untersten Soden 
nach oben und die oberen nach unten gebracht und die Sodcn umgewendet worden, 
so stellt man sie allmählich in größere Haufen oder sogleich in die üblichen 
Verkaufsmaße zusammen. 
Nimmt man den Querschnitt der Soden mit 10x10 cmen, so 
braucht man bei einschichtiger Belegung der Bodenfläche für jeden Kubik- 
meter frische Torfmasse rechnungsmäßig einen Raum von 10 qm. 
In Wirklichkeit braucht man aber wegen der Zwischenräume etwa 15 070 
mehr. Ist also die Pütte 4 m tief und 5 m breit, so fallen je laufenden 
Meter Pütte 20 cbm Torf an, zu deren Auslegen eine Fläche von
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.