Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Forstbenutzung
Person:
Gayer, Karl Fabricius, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2886189
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2893248
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Streu. 
gut geleiteten Durchforstungsbetrieb erstrebt wird, und 
dieser Grad des Bestandsschlusses ist es, der die größte Streuerzeugung 
vermittelt. 
des 
Alter 
Holzes. 
Die größte Jahreserzeugung an Laub und Nadeln fällt im allgemeinen 
in die Zeit des Stangenh olzalters; sie erhält sich auch in den höheren 
Altersstufen der Hochwaldbestände mit geringer Abnahme nahezu in 
derselben Größe. ' 
f) Streuertrag.  
Die Ergebnisse, die man über den durchschnittlichen Streu- 
ertrag durch die in den bayerischen Staatswaldungen unternommenen 
Versuche 1) gewonnen hat, sind diese: 
Der jährliche Streuanfall in gut geschlossenen Beständen der nachfolgenden 
Holzarten beträgt je Hektar in lufttrockenem Zustand und bei einem Bestandsalter 
Buche Fichte Kiefer 
unter 30 Jahren  kg 5828 kg  kg 
von 30460 „ 4182 „ 3964 „ 25- 50 Jahren 333397 „ 
von 60-90 „ 4094 „ 3376 „ 50- 75 „ 3491 „ 
von über 90 „ 4044 „ 3273 „ 75ä100 „ 4229 „ 
Durchschnitt 4107 kg 3537 kg 3706 kg 
Läßt man den Streuanfall während mehrerer Jahre in den Beständen sich an- 
sammeln, so enthaltendiese natürlich einen größeren Streuvorrat als den einjährigen. 
Diese Streuansammlung hat aber selbstverständlich ihre Grenzen, denn der ältere 
Teil des Verrats geht fortschreitend in Zersetzung über, während nur der jüngere 
Teil als Streu erhalten bleibt. In dieser Hinsicht haben die Versuche nun folgende 
Durchschnittscrträge je Hektar ergeben: 
Buche Fichte Kiefer 
dreijähriger Streuertrag     8160 kg 7591 kg 8887 kg 
sechsjähriger „     8469 „ 9390 „ 13729 „ 
mehr als sechsjähriger Streuertrag 10417 „ 13857 „ 18279 „ 
Da ein Kubikmeter frischer und halbzersetzter Streu, wie sie der Streunutzung 
unterliegt, fest zusammengedrückt in lufttrockenem Zustand (15-200lo Wasser), bei 
Buchenlaubstreu 81,5 kg, Fichtennadelstreu 168,4 kg. Kiefernnadelstreu 117,3 kg, 
Moosstreu 104,0 kg wiegt, so sind hierdurch die Mittel gegeben, um den Streuanfall 
je Hektar in Raummeter auszudrücken oder nach zweispännigen Fuhren (Fuder), die 
durchschnittlich 5 rm halten, zu berechnen. Hiernach kann man im großen Durch- 
schnitt unter Anhalt an die allgemeinen Erfahrungsergebnisse den Streuertrag je 
Hektar in runden Ziffern annehmen, und zwar den einjährigen Anfall: 
bei Buchenbeständen mit 50 cbm, 
„ Kiefernbeständen „ 30 „ 
„ Fichtenbeständen „ 20 „ 
sechsjährigen Anfall: 
bei Buchenbeständen mit 100 cbm, 
„ Kiefernbeständen „ S0 „ 
„ Fichtenbeständen „ 55 „ 
Nach den Untersuchungen von R. Böhmerleß) liefert die Schwarzföhre bei 
jährlicher Berechnng 35 Ster je Hektar reine Nadelstreu. 
1) Siehe Ebermayer, Die gesamte Lehre der Waldstreu. Berlin 1876. 
2) R. Böhmerle, Die Streuversuche im großen Föhrenwalde, Centralbl. 
Forstw. 1906. 
gßs, 
für
        

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