Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Forstbenutzung
Person:
Gayer, Karl Fabricius, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2886189
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2889816
Holzbcförderung. 
Die 
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befindlichen Gehänge, die während der Niederfahrt der Förderlast durch 
das Zugseil Wieder nach oben genommen werden. Mit der Scheibe c ist 
eine Bremsscheibe a fest verbunden. Beide Scheiben sitzen auf einer 
gemeinsamen Achse, die in dem hier aus Holz ausgeführten Gestell lagert. 
Die Bremsscheibe c wird von einem mit hölzernen Bremsklötzen 2' be- 
setzten Bremsband b umfaßt. Durch mehr oder Weniger kräftiges An- 
ziehen dieses Bandes werden die Bremsklötze mehr oder weniger an die 
Bremsscheiben angepreßt, wodurch die Bewegung der ablaufenden Last 
beliebig geregelt oder ganz aufgehoben werden kann. Dieses Abbremsen 
erfolgt von einem Handrad h aus, das auf einem Ständer p auf der über 
der Bremseinrichtung angebrachten Plattform gelagert ist. Durch dieses 
Handrad wird ein Kegelräderpaar f, wovon ein Rad mit dem Handrad auf 
gleicher Achse sitzt, angetrieben. Die Nahe des zweiten dieser Räder ist 
gleichzeitig Mutter für ein auf der wagerechten Achse e aufgeschnittenes 
Gewinde. Werden die Kegelräder gedreht, so wird je nach der Dreh- 
richtung die Achse e in der einen oder anderen Richtung seiner Längs- 
achse bewegt und dadurch der Hebel g, der bei n drehbar gelagert ist, 
bewegt, wodurch das Bremsband b angezogen oder gelockert wird. 
Die Anbringung von Umlenkrollen sowie die Trennung von Brems- 
und Beladeplattform war wegen der Geländeausformung nötig. 
Bei Drahtseilriesen besteht das Fahrwerk oder der Wagen aus 
zwei tiefrillig ausgedrehten Laufrollen (Abb. 234 a) von etwa 30 cn1 
Durchmesser, an deren Achsen gerade (Abb. 232) oder gekröpfte (Abb. 234) 
Gehänge unter sich durch eine Stange (Abb. 231 u. 232 b) starr  oder 
durch das Zugseil veränderlich  verbunden hängen. Diese tragen an 
ihrem unteren Ende die von umgeschlungenen Ketten gehaltene Last. 
Zangen zum Halten der Last haben sich nicht bewährt. Zur Schonung 
des Seiles dient es, wenn man statt der zwei Laufrollen zwei Paare 
solcher verwendet und diese mit Stauferbüchsen zum selbsttätigen Schmieren 
versieht. An der Verbindungsstange wird das Bremsseil angehängt. 
Die Leistung der Drahtseilriesen nimmt mit der Streckenlänge ab, 
weil mit jeder Bremsseilabwicklung nur eine Last gefördert werden kann.  
Die Lasten erreichen meist nicht das Gewicht einer Tonne, bisweilen 
übersteigen sie es beträchtlich. Die Arbeitsgeschwindigkeit beträgt in der 
Regel 2112-3 mlsec. Der Pendelbetrieb leistet nahezu das Doppelte wie 
der einfache. Der Betrieb bedeutet immer eine große Kraftverschwendung, 
wenn die durch die abwärts gleitende Last erzeugte Kraft durch die 
Bremse vernichtet wird und nicht  etwa zum Zustreifen des Holzes an 
der Einkehr  nutzbar gemacht werden kann. 
Einschienige 
Hängebahnen. 
Durch te Wechel 1) und Nirschl 2) ist eine im holländischen Forstdienst 
in Java in Gebrauch stehende e i n s c hie n i g e Hä n g e b a h n (Monorail- 
bahn) bekannt geworden, die sich von einer Drahtseilbahn hauptsächlich 
dadurch unterscheidet, dalä das Tragseil durch eine feste auf starken 
Schweiz, 
1) Der praktische Forstwirt für die 
2) Holzhandelsblatt 1919, Nr. 26. 
1917,
        

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