Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Forstbenutzung
Person:
Gayer, Karl Fabricius, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2886189
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2889322
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Die 
Holznutzung. 
Art, daß die Nummern vom Abfuhrweg aus sichtbar sind, und richtet die Sache über- 
haupt so ein, daß jedermann in der Nummerufolge sich schnell und leicht zurecht- 
findet. Das Numerieren hat der Fertigstellung des Sehlages auf dem Fuß zu folgen. 
Sobald der Schlag numeriert ist, erfolgt die Schlagaufnahme; 
sie geschieht dadurch, daß der Wirtschaftsbeamte jede einzelne Schlag- 
nuinmer unter Angabe der Menge und Sorte in das sog. Nummern- 
buch einträgt und derart jede Einheit in einer Weise beschreibt, daß 
sie mit keiner anderen verwechselt und ihr Geldwert daraufhin leicht 
bestimmt werden kann. 
Gewöhnlich führt man ein besonderes Nummernbuch für die Nutzhölzer und 
ein anderes für die Brennhölzer, Aus dem Nummernbnch für Nutzhölzer müssen 
sich entnehmen lassen: die Nummer jeder Einheit, Holzart, Länge, Stärke, Kubik- 
inhalt, Sorte und Klasse  wenn nötig, auch noch der Ort, an dem es im Schlag zu 
finden ist (z. B. am oberen, mittleren, unteren Weg usw.) Das Nunnnernbuch für 
Brennhölzer muß enthalten: die Nummer jeder Einheit, Holzart, Sorte, Klasse und 
die Menge.  
Zugleich mit der Schlagaufnahme wird sämtliches Holz mit dem 
Amtshammer oder Reviereisen angeschlagen, und zwar ge- 
wöhnlich hart neben der Nummer jeder Einheit. Es wird dadurch be- 
urkundet, daß das Holz für das betreffende Revier in Einnahme genommen 
ist, außerdem wird dadurch die Aufsicht bei der Abfuhr und die Nach- 
forschung bei etwaiger Entwendung erleichtert. 
der Menge. 
Erhebung 
Die Erhebung der Menge unterscheidet sich nach den Verkaufsmaläen 
in folgender Weise : 
1. Die Stückmaäe sind dadurch gekennzeichnet, daß in der Regel 
Stück für Stück eigens gewertet wird, und zwar durch Erhebung der 
Ausmaße und des Rauminhaltes für jedes einzelne Stück. Letzterer 
wird durch den Festmeter, d. h. den Kubikmeter, gemessen und aus- 
gedrückt. 
Die Rauminhaltsbestimmung der Stammhölzer kann bekanntlich in 
mehrfacher Art geschehen. Die S t a. m m k u b i e r u n g durch Erhebung 
des mittleren Durchmessers in der Mitte des Stammes und 
M e s s u n g s e i n e r L ä n g e (d. h. die Berechnung als abgestumpftes 
Paraboloid durch Multiplikation der Mittenfläche mit der Länge) ist unter 
allen Verfahren für die Anwendung am meisten zu empfehlen. Der Raum- 
inhalt für sich allein ist kein ausreichender Wertungsmaßstab; er mufä beim 
Stammholz begleitet sein von der K e n n t n i s d e r A b m a ß e. Da bei der 
Kubierung sowohl Länge wie Mittendurchmesser erhoben werden und zur 
Kenntnis gelangen, so bleibt insbesondere für das Langnutzholz nur noch 
die Erhebung des Z o p f d u r c h m e s s e r s übrig, um alle wertbestimmenden 
Maße zu kennen.  
Es ist fast allgemein Gebrauch geworden, die Länge der Stämme und Ab- 
schnitte nach vollen Metern und geraden Zehnteln  0,4, 0,6 usw.), dagegen den 
Durchmesser in ganzen Zentimetern und den Kubikinhalt in Kubikmetern mit 
zwei Dezimalstellen auszudrücken. Als Durchmesser gilt das Mittel von zwei, recht- 
winkelig aufeinander (übers Kreuz) ausgeführten Messungen mit der Klappe (Gabel- 
lnaß), dem Bnumzirkel und anderen Geräten. Zum Üntersclxied gegen den Raummeter
        

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