Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Forstbenutzung
Person:
Gayer, Karl Fabricius, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2886189
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2887033
Erster 
Teil. 
Die 
Hauptnutzung, 
das 
Holz. 
I. Die gewerblichen Eigenschaften des Holzes. 
Das Endziel der Forstbenutzung, die Verwendung der Walderzeugnisse 
Zu gewerblichen Zwecken, ist bedingt durch ihre Eigenschaften. Diese 
nennt man bei dem Haupterzeugnis. dem Holz, darum auch seine ge- 
Werb] ich e n Eigen schaften, versteht darunter aber seine sämtlichen 
äußeren wie inneren Eigenschaften, weil sie alle für seine Verwendung 
Bedeutung gewinnen können. 
Da sie je nach Baumart verschieden sind, so kann man das Holz 
einer Art nicht mit gleichem Vorteil zu demselben Zweck verwenden wie 
das einer anderen. 
Aber auch innerhalb derselben Baumart unterliegen die gewerblichen 
Eigenschaften sehr dem Wechsel; er wird veranlalät durch den Boden, 
auf dem das Holz erwachsen ist, durch das Klima, den Baumteil, 
das Alter, den Gesundheitszustand des Holzes und manche andere 
Umstände; und neben diesen Einflüssen spielt zuletzt noch die Eigen- 
art des Einzelbaumes und der Wuchsraum, der ihm während seines 
Lebens zur Verfügung steht, eine sehr große Rolle. Man kann deshalb 
Sagen, dalä es kaum einen Stoff von größerer Wandelbarkeit gibt als 
das Holz, und darum ist man auch in der Tat nicht imstande, die gewerb- 
lichen Eigenschaften einer Holzart sicher festzustellen. Es kann sich 
nur darum handeln, in dieser Hinsicht mittlere Werte zu kennen und 
die Einflüsse zu würdigen, durch die Schwankungen in diesen Werten 
herbeigeführt werden können. 
Da alle Verschiedenheit des gewerblichen Wertes der Hölzer schließ 
lieh auf die Verschiedenartigkeit der anatomischen und chemischen 
Beschaffenheit zurückzuführen ist, so ist es zunächst nötig, eine 
kurze Betrachtung aus der Anatomie und den chemischen Verhältnissen 
des Holzes (soweit für unsere Zwecke erforderlich) vorauszuschicken. 
Die 
anatomischen 
Eigenschaften 
des 
Holzes. 
In den anatomischen Eigenschaften des Holzes, die man in groben 
Umrissen schon mit bloßem Auge erkennt, drückt sich der Grad der" 
Phyltögenetischen Verwandtschaft der Arten aus. Die Unterschiede der 
botanischen Gattungen in dieser Hinsicht sind so deutlich, daß ihre Er- 
kennung mit Sicherheit und überdies in der Regel ohne Vergrößerung 
möglich ist. Die Arten derselben Gattung hingegen zeigen meist so weit- 
13!
        

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