Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Forstbenutzung
Person:
Gayer, Karl Fabricius, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2886189
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2888448
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Zahnansatz von 13 mm bei den Dreieckzähnen geben bessere Leistung als andere 
Größen. Ein Zahnzwisehenraum, so breit wie der Zahn hoch ist, ist genügend 
sowohl für Laub- wie für Nadelholz. Größere Zwischenräume vermindern die Zahl 
der arbeitenden Zähne  ein Umstand, der mehr ins Gewicht fällt als der durch 
größere Zwischenräume etwa erzielte Vorteil. 
Das Schärfen geschieht mittels einer gewöhnlichen dreiseitigen oder besser 
zweiseitigen. messerföimigen Metallfeile derart und so oft, daß die Angriifsseite des 
Zahnes stets messerscharf ist. Bei den Sägen für doppelten Zngschnitt müssen die 
beiden Steilseiten des Zahnes geschärft werden, bei denen für den einfachen Schnitt 
bloß die eine Seite. Da alle Waldsägen geschränkt werden, so muß auch die Schärfung 
von zwei Seiten erfolgen (Abb. 98), und zwar so, daß der Feilstrich immer auf 
der inneren Zahnseite gegeben wird. Bei einer richtig geschärften Säge 
müssen sämtliche Zahnspitzen in einer Linie liegen, sonst rupft die Säge. Eine gute 
Säge hält bei andauernder Arbeit die Schärfung fünf bis sechs Tage. 
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Schärfung der Sägezähxle. 
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Von gröläter Bedeutung für den Wert einer Säge ist die Erhaltung 
der Zahnform. Es ist leicht denkbar, daß durch den längeren Ge- 
brauch der Säge und das vielmalige Schärfen die Zähne immer mehr sich 
verkürzen müsssen; um das Ausfeilen oder Ausstanzen der Zähne zu 
erleichtern, werden" die Sägeblätter hinterlocht hergestellt (Abb. 90 u. 99). 
Das Schränken, Aussetzen oder Ausbiegen der 
t  Säge, das den Zweck hat, eine Bahn von solcher Weite 
"RX j x ß zu öffnen, daß das Blatt, ohne sich zu klemmen, leicht 
X mjhx  x im Schnitt hin und her gezogen werden kann, besteht 
Xmxi im?  darin, daß wechselweise ein Zahn etwas nach der eineä, 
 _ Q    der nächstenach der anderen Seite iin aus eboven wir  
 Nhxxk XX  so daß keine Zahnspitze in die Ebene des Sgägeglattes zu 
g Xxxlx im XXN liegen kommt. Das Schränken setzt voraus, daß das Eisen 
X N, gerade noch hinreichende Weichheit besitzt, um das Aus- 
 WV WX  biegen der Zähne, ohne zu brechen, zu gestatten; aber 
{Q r-Wxhh Xxwxxw  mehr Weichheit soll auch ein gutes Zeug nicht haben, 
w? sonst hält die Säge weder die Schärfung noch_den Svchrank; 
      
Zähne ab, und die ausgesetzten Zähne geben sich 
wieder in die ursprüngliche Lage, d. h. in die Blattebene zurück. Darin besteht 
der bemerkenswerte Vorzug der Gußstahlsägen, daß sie Schärfe und Schrank 
besser halten als die alten Sägen. Kommt übrigens unter anderen ein zu spröder 
Zahn vor. so läßt er sich leicht erweichen, wenn man ihn einige Augenblicke 
zwischen die Backen einer glühenden Zange einklemmt. Zum Schränken bedient man 
sich des Schränkeisens oder Schlüssels, meist von der Form wie in Abb. 100; 
indem man den Zahn mit einem Einschnitt des Eisens faßt, vermag man ihn leicht 
auf die Seite zu biegen. Abb. 101 stellt die Schränkzange von Schmidtl) dar, die 
mit einer Einteilung zum Einstellen fünf verschiedener Weiten der Schränkung ver- 
  r. 
behenläir Schrank für weiches Holz wird größer gegeben als für hartes; 
doch richtet sich dieser auch nach der Länge der Säge. da längere Sägen auch einen 
stärkeren Schrank erfordern. Der Schrank sollte nicht mehr als das 
Doppelte der Blattstärke am Zahnbesatz betragen. 
1) Cisterreichische 
J agd-Ztg  
1908,
        

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