Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Holzausnutzung und Holzverschnitt
Person:
Reineking, L.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2883384
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2883728
Tafel 20 zeigt eine neue Schubkastenkonstruktion mit Federung statt mit Zinken. Die Zeitersparnis ist 
bei Serienherstellung ganz erheblidi, denn trotz Zinkenmaschine geht die Federung schneller vor sich. Die 
Neuheit besteht darin, daß die Schubkastenseiten vorn sichtbar sind und die Nute in die Schubkastenseiten 
gearbeitet wird. Die Abbildungen zeigen ferner die Konstruktion achteckiger Säulen und schräger Lisenen. 
Tafel 21 zeigt eine Vereinfadmung der Lauf- und Kippleisten bei Sdmbkästen. Eine Hartholzfeder besorgt 
die Führung des Scbubkastens in einer gratförmigen Vertiefung und macht zugleich die Kippleiste entbehrlidi. 
Die Hartholzführung kann man auch mit Vorteil bei Schiebetüren benutzen. Der Rollenbeschlag wird 
durch eine geräuschlose Holzführung ersetzt. 
Alle diese Neuheiten sind zum ersten Male in der Versuchswerkstatt der Tischler-Fachschule Blankenburg 
(Harz) ausgeführt worden und werden der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Ebenso sind die beiden 
Schiebefenster (Tafel 24-27) als neue Konstruktion in obiger Fachsdiulwerkstatt ausgeführt worden, unter 
Benutzung eines Seitenbeschlages "Praktikus", welcher der Schweizer Firma U. Sdxärer Q Söhne in Mün- 
singen gesetzlich geschützt ist. (100 Stück kosten 38.- Fr.) 
Die beiden Wendeltreppen (Tafel 22 und 23) zeigen eine vereinfachte Konstruktion, indem die Spindel 
aus einzelnen Teilen zusammengesetzt wird. Die Aufsenwange kann aus dünnen Dickten um eine Trommel 
verleimt werden oder noch einfacher (s. Tafel 23) ohne Außenwange. Das Geländer aus Sperrholz wird an 
die Stufen geschraubt und der Handläufer mit Nute darauf befestigt. Die durchgehenden Stufen werden 
durch das Eisenrohr der Spindel gehalten. Die ganze Last der Treppe ruht auf der unteren Blockstufe, die 
in den Fußboden eingelassen werden muß. Bei der ersten Treppe werden die Stufen dUfCll Schwalben- 
schwanz mit den einzelnen Teilen der Spindel befestigt. 
Tafel 25 zeigt zwei Türen- oder Fensterfutter im Halbkreisbogen. Bei Serienherstellung, z. B. bei einem 
Bau mit Rundbogenfenstern, wird ein Modell aus Rippen verleimt und um diese Rippenform werden dünne 
Dickten aus Langholz geleimt. Nach 24 stündigem Trocknen bleiben die dünnen Didxten in der Bogenform
        

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