Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Entwerfen, Anlage und Einrichtung der Gebäude: Kirchen, Denkmäler und Bestattungsanlagen: Bestattungsanlagen
Person:
Fayans, Stefan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2868129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2872203
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in Jena I. Klaffe                 88,- Mark, 
II. Klaffe                 75,50 ß 
IlIKlEllfC                 65,- v 
für Mitglieder des jenaer Vereines        15,- ß 
in OiTenbach a. M. I. Klaffe             74,50 v 
II. Klaffe             57,- ß 
III, Klaffe             47,s0 i) 
in Mannheim.                  75,- i 
mit Benutzung der Leichenhalle         90,- ß 
in Eifenach                   76,- ß 
inMainz                   .roo,- ß 
für Mitglieder der Vereine Mainz und Wiesbaden   70,- i) 
in Karlsruhe.                  50,- v 
für Mitglieder der Vereine Karlsruhe, Baden-Baden 
und Durlach               25,- w 
in Heilbronn.                  25W w 
für Mitglieder des Heilbronner Vereines      15,- i) 
 
für Mitglieder der Vereine Ulm, Neu-Ulm und München 75,- i- 
Es iit vorauszufehen, dafs durch häufigere Inanfpruchnahme der Leicheneinäfcherung dieie 
Koften noch wefentlich vermindert werden. 
In Stuttgart wurde zu Anfang 1907 befchloffen, dafs die Einäfcherung für die in diefer 
Stadt wohnhaften Perfonen unentgeltlich gefchehen foll; nur für das von der Stadt zu liefernde 
Afchengefäfs foll eine Gebühr von 2 Mark erhoben werden. Auswärtige haben eine Gebühr 
von 40 Mark zu zahlen, 
Es dürfte wohl von Intereffe fein, manche bezüglich der Leichenverbrennung 214- 
erlaffene Verordnungen und Gefetzentwürfe famt den wichtigften Ortsltatuten an Beifäflfgju: 
diefer Stelle wörtlich wiederzugeben. Hoffen. 
Von den Ländern, die {ich mit der Ausarbeitung der Gefetze, die Feuer- 
beftattung betreffend, zuallererlt befafst haben, ift das Grofsherzogtum Heffen zu 
nennen. Das betreffende Gefetz (vom I9. Auguft 1899), auf deffen Grund auch 
die Ortsftatute zu Offenbach a. M. (vom I. Dezember 1899) und zu Mainz (vom 
I7. Dezember 1902) mit Genehmigung des Grofsherzogl. Minifteriums des Innern 
erlaffen wurde, lautet in feinen wefentlichen Teilen wie folgt. 
Artikel I. 
Die Feuerbeüattung iPc unter Beobachtung der nachftehenden Vorfchriften und, foweit fre 
nicht aufserhalb des Grofsherzogtumes üattiindet, nur in folchen Anftalten zugelaffen, welche auf 
Grund ortsüatutarifcher Beftimrnungen errichtet und geleitet werden. 
Artikel 2. 
Die Feuerbeftattung darf nur erfolgen, wenn fie von dem Verftorbenen angeordnet und 
von der Ortspolizeibehörde des Beftattungsortes fchriftlich genehmigt worden ift. 
Dafs der Veritorbene die Feuerbeftattung angeordnet hat, mufs durch eine Verfügung 
desfelben von Todes wegen oder durch eine hinfichtlich der Unterfchrift öffentlich beglaubigte 
Erklärung desfelben oder durch das von einer öffentlichen Behörde beurkundete Zeugnis zweier 
glaubwürdiger Perfonen, welche dem Verftorbenen im Leben nahe geftanden haben, dargetan 
werden. 
Die Fähigkeit, eine Anordnung der im Abfatz 2 bezeichneten Art zu treffen, beftimmt fich 
nach den Vorfchriften des ä 3329 des Bürgerlichen Gefetzbuches. 
Hat ein Verftorbener zur Zeit feines Todes das fechzehnte Lebensjahr nicht vollendet, fo 
kann die Feuerbeilattung von dem Inhaber der elterlichen Gewalt durch Erklärung gegenüber der 
Ortspolizeibehörde des Sterbeortes angeordnet werden.
        

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