Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die theoretischen und praktischen Grundlagen der Autotypie
Person:
Eder, Josef Maria Hay, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2828890
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2829856
Die 
Theorie 
der 
autotypischen 
Punktentstehung. 
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wertes entspricht, Während ein Blick auf die Kurve und in eine 
Logarithmentafel lehrt, daß die Änderung des ctg g zwischen 
ca. 160 und 450 recht langsam vor sich geht. Dies entspricht 
Raster-Winkelungen zwischen 320 und 900. Die nächste Umgebung 
von 900 hat praktisch keine Bedeutung, da man hier wieder in eine 
O0-Lage (um 900 verdreht) gelangt; man wird daher die Raster prak- 
tisch um ca. 300 winkelnl). 
Zur Vermeidung des Moires sind verschiedene Methoden ge- 
bräuchlich; immer wird darauf abgezielt, die Moirequadrate so klein 
als möglich zu halten und derart zu verteilen, daßi die unvermeidliche 
Musterung unauffällig ist. Im allgemeinen will man das schließe 
lich entstehende Punktsystem so gestalten, daß die Punkte der 
übereinander gelagerten Netze miteinander malteserkreuzförmige 
Sternchen (Rauten) bilden; diese Punktkonfiguration erweist sich 
praktisch am günstigsten. 
W. Gamble gibt in „The Penrose Process Workers Hand- 
book 1925" einige praktische Regeln für die autotypische Farben- 
reproduktion an u. z. zunächst unter der Voraussetzung, daß Raster 
verwendet werden, deren Lineaturen mit den Kassettenkanten ver- 
schiedene Winkel einschließen. Diese Winkel sollen für die Dreifarben- 
reproduktion sein: 450, 750, 1050 oder 60 0, 900 und 1200. Bei 
der Vierfarbenreproduktion geht man von der Rasterverdrehung 
um je 300 ab; folgende Winkelstellungen werden empfohlen: Rot 600, 
Gelb 750, Blau 900, Grau 1200 oder Grau 450, Rot 750, Gelb 900, 
Blau 1200. Stehen Drehraster zur Verfügung, so verwende man 
folgende Winkelverdrehungen: Grau gegen Blau 300, Blau gegen 
Gelb 171f20, Gelb gegen Rot 17150. Es ist klar, daß bei mehr- 
fachem Übereinanderdruck erhöhte Schwierigkeiten entstehen, weil 
sich zwischen je "zwei Farben Moirequadrate herausbilden, z. B. also 
zwischen-Rot und Blau, Blau und Gelb einerseits, Rot und Gelb 
andererseits usw. Aus diesem Grund sind bestimmte Kompromisse 
notwendig. Zweifellos kann man darauf bauen, daß sich das Auge 
1) Dr. E. Alb ert hat im Jahre 1891 das D. R. P. Nr. 64 806 erworben, in 
welchem zur Verminderung der Moüöbildung eine Rasterwinkelung um je min- 
destens 30" vorgesehen ist. Dieses Patent ging im Jahre 1891 an die Buchdruckerei 
W. B ii x e n s t ei n in Berlin über. In der Praxis hat sich für den Dreifarbendruck 
dje Winkelung um 300 als günstig erwiesen. Beim Vierfarbendmck sind andere 
Winkelungen üblich.
        

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