Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Photogrammetrie bei kriminalistischen Tatbestandsaufnahmen
Person:
Eichberg, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2825439
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2825930
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Fluchtpnnktes mit einem vorhandenen Punkte der ver- 
deckten Kante, der sicher auf dem Bilde zu finden 
sein wird, ergibt sich die Richtung der fraglichen Kante. 
Machen wir einen Schritt weiter und gehen wir zur 
Photogrammetrie über, die alle früher erwähnten 
Betrachtungen und Gesetze verwendet. 
Die Photogrammetrie lehrt uns, wie aus 
Photographien, die unter bestimmten Modali- 
täten aufgenommen wurden, auf Grund der Ge- 
setze der Geometrie und Perspektive der Grund- 
und Aufriß von Objekten rekonstruiert werden 
kann, woraus dann alle interessierenden Maße 
und Entfernungen, wie aus einem Plane, direkt 
entnommen werden können. 
Aus dieser Definition entnimmt man schon, welche 
eminenten Vorteile die Photogrammetrie speziell bei kri- 
min alistischen Tatbestandsaufnahmen bieten kann. 
Bei unseren weiteren Betrachtungen setzen wir 
voraus, daß die Platte bei der Aufnahme genau vertikal 
im Raume steht, denn nur bei Erfüllung dieser Bedingung 
werden die Formeln einfach und können die Kon- 
struktionen direkt angewendet werden. 
Die Photogrammetrie im engeren Sinne und 
die Stereophotogrammetrie verlangen die Aufnahme 
eines Objektes aus zwei Standpunkten, weshalb diese 
Aufnahmen größere Arbeit erfordern und daher immerhin 
zeitraubend sind. Will man eine Aufnahme aus nur 
einem Standpunkt zur Rekonstruktion benutzen, so ist 
eine ganz bestimmte Bedingung unerläßlich. Es muß 
nämlich das Aufnahmefeld horizontal sein oder 
eine bekannte konstante Neigung haben. Wir 
ahnen schon, daß nur dieser spezielle Fall der Photo- 
gramrnetrie mit Vorteil bei der Tatbestandsaufnahme an- 
gewendet werden wird. Immer aber nehmen wir an,
        

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