Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bromöldruck und -Umdruck
Person:
Mayer, Emil
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2823346
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2824885
99 
weicher schwarzer Farbe. Durch die Kombination zwischen 
der letzteren und der anderen (grünen, blauen, braunen usw.) 
Farbe würde die beabsichtigte Farbnuance alteriert werden. 
In diesem Falle muß zur Erweichung der 
gemischten Farbe Medium verwendet werden. g, 
Der Drem-Farbensatz enthält fünf illllllllll" 
verschiedene, schon gebrauchsfähige Grund-  K1: 
farben in 'l'vben, aus denen sich durch KPL"'_7_  
Mischung nach der Gebrauchsanweisung  
20 verschiedene Nuancen herstellen lassen.  
Will man bei irgendeiner Farbe geringere  
Deckkraft erzielen, so mischt man sie mit  ß 
NVeiß. Diese Mischung wird zweckmäßig mit fZQEPM 
der Spachtel auf der Palette hergestellt. Die V 
Wirkung tritt nur bei Zusetzung von sehr fe?e-15{ 
viel weißer Farbe ein; sie wird erst deut-  
lich, wenn gleiche Teile von weißer Farbe 
mit der zu brechenden Farbe verwendet werden; doch muß 
unter Umständen der NVeißzusatz noch wesentlich erhöht 
werden.  
14. Der mehrfarbige Bromöldruck. 
Zwei- oder mehrfarbige Drucke konnten bei dem bis- 
herigen Stande der photographischen Positivtechnik, wenn man 
von dem auf Grund dreier Aufnahmen herzustellenden Drei- 
farbendruck absieht, vornehmlich vermittels des Gummi- 
druckes hergestellt werden, und zwar in der Weise, daß man 
Aufstriche in verschiedenen Farben hintereinander auf das Blatt 
brachte, sie jedesmal unter dem Negativ, eventuell mit Ver- 
wendung von Masken kopierte und bei der Entwicklung 
gewisse nicht entsprechende Teile des Farbauftrages wieder 
entfernte. Die Herstellung eines mehrfarbigen Gummidruckes 
ist nun ungemein zeitraubend und unsicher. Nicht zuletzt 
deswegen, weil die Farbenwirkungen infolge des Chrom- 
zusatzes mit Sicherheit erst nach der Fertigstellung des 
Druckes beurteilt werden können, wenn der Chromzusatz 
wieder entfernt ist. Ueberdies stehen gewöhnlich die Farben 
hart nebeneinander, und die entstehenden Mischfarben müssen 
so hingenommen werden, wie sie sich bilden. Eine Korrektur 
der Farben während der Arbeit ist überdies nicht gut durch- 
führbar. 
Das Bromöldruckverfahren hingegen kommt in seinem 
ganzen Wesen der Arbeit in mehreren Farben förmlich ent-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.