Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Überseeische Hölzer
Person:
Wiehe, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2817885
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2818476
Die 
Zukunft 
der 
Holzwirtschaft 
der 
Erde. 
Der Weltkrieg und die Nachkriegszeit haben eine beträcht- 
liche Steigerung der Holzerzeugung und des Verbrauchs fast 
aller Länder der Erde, insbesondere Europas, gebracht, die den 
jährlichen Zuwachs überstiegen haben dürfte. Es entsteht nun 
die wichtige Frage, auf welche Weise ist der entstandenen und 
weiter zunehmenden Holzverringerung entgegenzuarbeiten, wie 
kann der wachsende Konsum fast aller Länder der Erde be- 
friedigt werden, ohne daß Raubwirtschaft an einem unserer 
wichtigsten Produkte verübt wird. 
Wenn eine erfolgreiche Reform durchgeführt werden soll, 
dann muß man sich zunächst eine klare Vorstellung über die 
Lage der Holzwirtschaft der ganzen Erde an Hand einer mög- 
lichst zuverlässigen und umfassenden Holzstatistik machen, die 
auch solche Erdteile und Länder umfaßt, die bislang auf diesem 
wichtigen Gebiete vernachlässigt worden sind. Diese Statistik 
muß in jedem Lande auf Holzzuwachs, Holzerzeugung und Holz- 
verbrauch aufgebaut werden, je nachdem es sich um Holzaus- 
fuhr- oder Einfuhrstaaten handelt oder um solche, die beides 
betreiben. Zu den ersteren zählen in Europa: Rußland, Finn- 
land, Schweden, Norwegen, Tschechoslowakei, Polen, Öster- 
reich und Rumänien. Hinzu kommen die Länder Amerikas und 
die Kolonien Afrikas. Eine einheitlich gehaltene forstwirtschaft- 
liche Produktionsstatistik muß u. a. Auskunft geben über die be- 
waldeten Flächen, die Baumgattungen, die Art und das Alter 
der Wälder, das Besitzverhältnis, die bisherige Produktion, den 
jährlichen Zuwachs und die Ausbeutung, die Zugänglichkeit der
        

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