Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bau und Leben unserer Waldbäume
Person:
Büsgen, Moritz Münch, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2810094
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2815157
378 
Kapitel 
XIII. 
daß man die Schuppen selbst eher spalten als die Verbindung lösen kann. 
Beim Verholzen und Vertrocknen der reifenden Zapfen erst zerreißt die Ver- 
bindungsschicht durch den Zug der sich zusammenziehenden Gewebe. Die 
Kraft 1), mit der bei der Trocknung in den Samendarren die Zapfen aufspringen, 
ist zu mindestens V20 rnkg bestimmt worden. Bei Lärche, Fichte, Weiß- 
tanne und Douglastanne findet keine Verwachsung, sondern nur ein dichtes 
Ineinanderfilzen von Haaren statt, die der Schuppenfläche entspringen (Fichte), 
oder ein sonstiger Haarschutz der Samenanlage. 
Der Weg, welchen der Pollenschlauch von der Oberfläche des Knospen- 
kerns bis zur Eizelle zurückzulegen hat, ist nur kurz; gleichwohl braucht er 
Fig. 157. Fig. 158. 
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Fig. 157. Fruchtschuppe der Kiefer mit den beiden im  i.   l 
umgeweudeten Samenknospen s. m deren von langen  lllllrlllulllllw i. lhlegif), 
F ortsätzen der Hülle umgebene Mikropyle. c eine kiel- elyxwllixlhl! lwli;    
förmige Hervorragung der Fruchtschuppe (s. p. 363).  llljlrill 11 l:  
b die Später unscheinbare DeckschuPPe. B. L.     H! 1M er  
Fig. 158. Fruchtknoten mit einer Samenknospe. Auf l llliiyliiljll   h]: 
der Narbe n Pollenkörner p, die z.1 T. verschieden lange lfxlljllllljll);   W'  
S .hl" che" etrieben haben von we chen einer p: bis zur "lll.  W   
ldikgdlpyle gmi gelangt ist: zk und z'z' die beiden Hüllen all?!  74-8 
(Integumente), nu der Kern der Samenknospe. cha Grund, 1   v 
fu Stiel der Samenknospe. e Embryosack mit seinem Zellkern ek. In e haben sich durch 
eine besondere Form der Zellteilung gebildet die an seinem oberen Ende gelegene Eizelle 
mit zwei Schwesterzellen, den sog. Gehilfinnen, ei und die Zell rup e an seinem unteren 
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Ende an. fs stielartige Basisxdes Fruchtknotens. g Griffel. B. L. 
dazu eine ziemlich lange Zeit. Bei dem Taxus findet die eigentliche Befruch- 
tung nach STRASBURGER erst etwa Mitte Juni, bei der Fichte 1-6 Wochen 
nach der Bestäubung statt. Beim Wacholder dauert das Wachstum des 
Pollenschlauchs nicht länger als 2-6 Wochenz). Die Kiefer stäubt im Mai. 
Der Pollenschlauch aber erreicht im darauffolgenden Sommer die Eizelle 
noch nicht, sondern erst nach mehr als 12 Monaten findet die Befruchtung 
statt. so daß ein Sommer und ein Winter zwischen Bestäubung und Befruch- 
tung liegenß); nach SLUDSKY (l. c.) allerdings nur 2-3 Wochen. 
1) BUSSE, Arbeitsleistung des Kiefernzapfens. Naturwissenschaftl. Zeitschr. f. Forst- 
-u. Landwirtschaft, hrsg. von v. TUBEUF, Bd. IX. 1911. 
2) SLUDSKY, Ber. Dtsch. Bot. Ges., XXIII, 1905, p. 212.  MIYAKE, Ann. of Bon, 
XVII, p. 351 (Fichte); NQREN, Upsala Univers Arsskr. 1907. Blütenentwicklung von juni- 
perus cammunzlv. 
3) Die Samenanlagen sind bei Pinus etwa 3 Wochen vor der Befruchtung (Be- 
stäubung  gebildet. FERGUSON, Science, XVII,1903, p. 458;MP. Zarzkzb: CHAMBERLAIN 1900.
        

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