×

Sehr geehrter Nutzer, Sie benutzen einen veralteten Browser.
Der intranda viewer unterstützt diese Version des Browsers nicht in vollem Umfang.
Aus diesem Grund kann es zu Fehldarstellungen der Seiten kommen.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser:

Titel:
Die Proportion in Antike und Mittelalter
Person:
Mössel, Ernst Wikipedia
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2805436
PURL:
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2806353

DES
VI
__BAUWERKE UND BILDWERKE
FRUHCHRISTENTUMS, DES MITTELALTERS
UND DER RENAISSANOE
Mit den wenigen Stichproben dieses Berichtes kann wohl gezeigt
werden, dalä die geometrischen Proportionen in diesen Kulturperioden
im Gebrauch waren; es kann aber nicht der Umfang und die durch-
gehende Einheitlichkeit der Anwendung und können nicht die beson-
deren Erscheinungsformen gezeigt werden. Diese nehmen an Mannig-
faltigkeit merkbar zu. Von dem gleichen Mittel wird in den verschie-
denen Zeiten ein _sehr verschiedener Gebrauch gemacht. Die Geometrie
als Werkzeug mulä technischen Bedingungen und einem Formwillen
dienstbar sein, die sich stetig, und zwar in stets beschleunigtem Zeit-
maß, wandeln. Auf alles dies kann ich hier nicht eingehen, will aber
doch wenigstens einige der bedeutsameren Ergebnisse meiner Unter-
suchungen in kurzen allgemeinen Bemerkungen zusammenfassen.
Die Proportionen der frühchristlichen Basilika sind auf der Typen-
tafel gekennzeichnet: Variationen, die sich hier wie allenthalben fin-
den, sind wenig zahlreich und entfernen sich nicht weit von dem auf-
gestellten Typus. Die Basilika des heiligen Nereus und Achilleus, um
nur einige Beispiele römischer Basiliken zu nennen, entspricht ihm
genau, Sta. Agnese, mit den schmalen Seitenschiifen und der Empor-
anlage, bildet eine charakteristische Variation. Als Beispiel gebe ich hier
die alte Petersbasilika nach den vor der Zerstörung des Bauwerkes auf-
genommenen Maläen. DaE: die arabischen Baumeister die Geometrie ge-
pflegt haben, wird kaum wundernehmen. Eine Stichprobe teile ich hier mit.
Der Grundriß des christlichen Kirchengebäudes erfährt mit dem Be-
ginn des Mittelalters eine Wandlung besonders dadurch, dalä der Chor
als besonderer Bauteil angefügt wird. Was aber den Querschnitt be-
trifft, entsprechen die mittelalterlichen ilachgedeckten Basiliken Deutsch-
lands und Italiens zum großen Teil noch unverändert dem alten Pro-
portionstypus. Auch dieH Gewölbebasilika
gleiche Verhältnis der Bräfiäääiiäöääiiiiäii" Sie ist ja. in vielen
"flache Decke des alten
Baues l; Gewölbe zwischen die
69