Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Proportion in Antike und Mittelalter
Person:
Mössel, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2805436
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2806336
späteren Kolossaltempeln (Baalbek), den ausgebreiteten Gruppenbauten 
der Paläste und Bäder, den Amphitheatern und den monumentalen 
Straßenbogen konnte ich geometrische Grundlage der Maßverhältnisse 
feststellen, hier aber vorwiegend Maläverhältnisse der Kreiszehnteilung 
in griechischer Weise. Häuüg scheinen einfache Zahlenverhältnisse als 
Ersatz der geometrischen gedient zu haben. 
Die Fassade des Felsengrabes zu Mira in Kleinasien, Abb. 3-1 
Nach Texier, L'Asie mineure  
Die Proportionen sind im wesentlichen dieselben, wie ich sie an 
altgrieehischen tetrastylen Anlagen feststellen konnte (Schatzhaus der 
Sikyonier zu Olympia nach Dörpfelds Aufnahme und Rekonstruktion). 
Sämtliche Maße sind enthalten in einem Zehneck, dessen Durchmesser, 
von Seite zu Seite gemessen, gleich ist der ganzen Breite des Baue 
Werkes. Höhe und Breite verhalten sich wie Höhe und Diagonale 
des Fünfecks. Die ganze Höhe ist in der Unterkantlinie des Gebälks 
proportionalgeteilt. Die Giebellinien liegen in der Richtung der Zehn- 
eckseiten. Die Oberkantlinie des Gebälks gehört der Zwanzigteilung 
an. Beachtung verdienen die vier zehnblättrigen Rosetten auf den 
beiden Pfeilern. Ich leite die Berechnung der Maße von der Höhe ab. 
Höhe: 
Breite in den Säulen 
Breite in der untersten Fasche des G 
Halbe Breite  
Lichte Höhe bis Unterkante Gebälk 
Höhe des Gebälks und Giebels 
des 
Gebälks 
H 
A. m 
I 5,623 
I 5,970 
I 5,883 
I 2,942 
I 3,458 
I 2,165 
H-secg 
5,623. 1,051 
Berechnung : 
5,910 
H-sec220-ä 
2,955 
H - p : 5,623  0,618 
H-p? :5,623-0,6182 
Als Grundmaß dürfte die ganze 
10 Fuß römischen Maßes anzusehen 
oder 
sein. 
halbe 
Breite 
3,475 
2,148 
mit 20 
bzw.
        

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