Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Proportion in Antike und Mittelalter
Person:
Mössel, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2805436
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2806307
C 
 
0,85 
H  p r 1,3l - 0,618 0,81 
H - pz r__ 1,31 - 0,6183  1 0,50 
      
Allgemein und in Zusammenfassender Andeutung bemerke ich noch: 
Die hellenische Antike, insbesondere die dorische Form verwendet 
sehr vorwiegend für die Proportionierung ihrer Gebilde die Maß- 
verhältnisse der Kreiszehnteilung. Doch sind Achtteilung und Sechs- 
teilung keineswegs ausgeschlossen. So lassen sich z. B. alle wesent- 
lichen Maläverhältnisse des (ionischen!) Tempels am Ilissos zu Athen 
aus der Achtteilung des Kreises ableiten. Die Maßverhältnisse des 
kleinen Tempelchens der Nike Apteros auf der Burg, und zwar im 
Grundriß und Aufriß und bis in die Einzelheiten des Akroterions, 
des Stirnziegels und der aufgemalten Halsverzierung der Anten, gehen 
aus der Achtteilung des Kreises, das Verhältnismaß der mit 24 Kanne- 
lüren versehenen Säule geht aus der Vierundzwanzigteilung des Kreises 
hervor. 
Ich wiederhole noch einmal: Die Grundlage der Proportionen ist 
eine werkmäläig geometrische. Sie durch Berechnung nachzuweisen, 
ist gewiß nicht ohne Schwierigkeit. Diese Schwierigkeit oder besser 
Umständlichkeit trifft aber nur den Nachweis. Die Ausführung selbst 
bereitet nicht mehr Schwierigkeiten, als sie der Baumeister und Werk- 
meister in Entwurf und Ausführung immer zu bewältigen hat.
        

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