Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Proportion in Antike und Mittelalter
Person:
Mössel, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2805436
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2805659
VORWORT 
Ich berichte hier in gedrangtem Auszug über ein Unternehmen, das 
vor mehr als zwanzig Jahren planmäßig in Angriff genommen wurde 
und dessen Ergebnisse nun seit zehn Jahren vorliegen. Eine erste 
Bekanntgabe erfolgte durch die im Jahre 1915 der technischen Hoch- 
schule München vorgelegte Dissertation: "Kreisgeometrie, das Gesetz der 
Proportion in Antike und Mittelalter". Die Dissertation ist nicht ver- 
öifentlicht. Einen kurzen Bericht gab ich in der Sitzung der Münchner 
kunstwissenschaftlichen Gesellschaft vom 14. Mai 1920, dessen wesent- 
licher Inhalt im Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst vom Jahre 1920 
wiedergegeben ist. Die Ungunst der Zeitverhältnisse hat es bisher 
verhindert, das Werk, über das ich hier berichte, im ganzen und im 
Zusammenhang zu veröffentlichen. Mit den gleichen Umständen ist auf 
unabsehbare Zeit zu rechnen. Ich gebe deshalb diesen Auszug; er soll 
das Problem den beteiligten Fachwissenschaften zuführen. 
Ein Verzeichnis der von mir für das ungekürzte Manuskript ver- 
wendeten Literatur dürfte für den Auszug ohne Bedeutung sein. Die 
Namen der Verfasser von Arbeiten, die sich bisher mit dem Gegen- 
stand befaßt haben, sind in der Einführung genannt, die Werke, aus 
denen die Unterlagen an Maßen, die Abbildungen usw. entnommen 
wurden, an den betreifenden Stellen bezeichnet. 
Ein Verzeichnis des Inhaltes der Originalschrift, aus welcher der vor- 
liegende Auszug genommen ist, füge ich im Anhang bei.  
Das Motiv zu der Vignette des Einbandes ist der Kabbala des Magikers 
Agrippa v. Nettesheim (1550) entnommen. 
Besonderen Dank bin ich Herrn Geheimrat Prof. Dr. Theodor Fischer 
schuldig geworden für die warme Anteilnahme an meinen Arbeiten 
und die Bemühungen, die er durch die letzten zehn Jahre dauernd auf 
ihre Förderung verwandt hat. 
München, 
Frühjahr 
1926 
Dn-Ing. 
Ernst 
Moessel
        

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