Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Proportion in Antike und Mittelalter
Person:
Mössel, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2805436
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2806734
und die Breite wie Kreishalbmesser, Kreisdurchmesser und Seite des 
eingeschriebenen Zehnecks. Die einzelne Kirche, ohne die Apsis, ist 
ein llgRechteck. Es ergibt sich, daß die Breite der proportionalen 
Minderung 3. Grades der ganzen Länge entspricht. Man vergleiche die 
Maßverhältnisse des doppelten Bauernhofes aus der Husumer Gegend 
(Abb. 60). 
Im Süden neben der kleinen Doppelkirche befindet sich der Be- 
gräbnisplatz. Er ist ebenfalls ein äRechteck. Näher als das geo- 
metrische 
liegt 
das 
einfache 
Zahlenverhältnis 
A. mm 
Länge: 
Breite 
Berechnung: 
168 - 0,618 
168 - 0,625 
168 
105 
105 
0,000 
103,8 
105 
Weiter nach Süden in gleicher Richtung und in gleicher Länge mit 
dem Friedhof liegt der Gemüsegarten mit der Gärtnerwohnung, ein 
langgestrecktes Rechteck. Es ist der Quere nach so geteilt, daß im 
Osten der Gemüsegarten als großes längsgerichtetes Rechteck, im Westen 
die Gärtnerwohnung als kleineres quergelagertes Rechteck entsteht. 
Ganze Länge und Breite verhalten sich wie V? :1. Näher liegt das 
einfache Zahlenverhältnis 4:9, das auch sonst vielfach als Ersatz des 
geometrischen nachgewiesen werden kann (Beispiel: das Stylobat- 
Verhältnis des Parthenon). Zwischen Gemüsegarten und Gärtner- 
wohnung bleibt ein Gang stehen. Breite und Länge des Gartens ver- 
halten sich wie 2 : 3, ebenso in der Querrichtung Breite und Länge der 
Gärtnerwohnung. Die Länge des Gartens einschließlich des Ganges 
erscheint als proportionale Mehrung der Breite. Näher liegt das Zahlen- 
verhältnis 5:8.  
 A. mm R. Ü.E. 
Ganze Länge: L : 167,5   
      
Länge des Gartens ohne Gang: 111,0 111,7 0,006  
„  „ mit „ :119,0 119,1 0,001 
Tiefe der Gärtnerwohnung : 49,0 49,6 0,012 
107
        

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