Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Auftragsorganisation insbesondere der Klein- und Mittelbetriebe
Person:
Winkel, Arthur
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2776320
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2776664
sich durch Zusammenarbeit, Vergleiche, Gedankenaustausch 
mit ähnlichen Unternehimimgen im Laufe der Zeit eine 
Reihe von Grundsätzen herausgebildet, die, auf den be- 
sonderen Verhältnissen des Großbetriebes, vor allem der 
Unterteilung der geistigen und Handarbeit fußend, zu hoch- 
stehenden Organisationsformen führten, an deren weiterem 
Ausbau ständig und von den besten Köpfen gearbeitet wird. 
Allen voran steht die Maschinenindustrie, weil sie im all- 
gemeinen den härtesten Daseinskampf bestehen mußte und 
dazu die besten Waffen benötigte, obgleich andererseits 
bei ihr diese Aufgabe am schwierigsten durchzuführen war. 
Man findet daher in der Literatur ausführliche und sorg- 
fältig bearbeitete Angaben über diese Betriebsform in reicher 
Menge; die Folge davon war, daßt auch solche Gewerbe, 
die nach Art und Größe von einer Maschinenbauanstalt 
grundverschieden sind, deren Organisation sich als Muster 
nahmen und sie, entsprechend zurechtgestutzt, für ihre 
Zwecke zu verwenden suchten. Ein solches Verfahren ist 
aber grundverkehrt und mußi zu Mißerfolgen führen. Mit 
fertigen Formularen wird man nie eine brauchbare Organi- 
sation zuwege bringen, denn der einzig natürliche Weg geht 
nicht von einem Endergebnis, sondern von Grundsätzen 
aus und führt von einfachen Verhältnissen zu verwickelten, 
nicht umgekehrt. Man hat sich also zunächst zu fragen: 
l. Was soll mit der Auftragsorganisation bezweckt werden, 
und welche Grundregeln sind dabei zu beobachten? 
2. Wie lassen sich die Ziele zunächst bei einfachen Verhält- 
nissen für die verschiedenen Betriebsarten auf kürzestem 
Wege erreichen? 
3. Welche Abweichungen treten infolge schwierigerer Be- 
triebsverhältnisse ein ? 
Bildet man nach diesen Gesichtspunkten die Organi- 
sation des Auftragswesens eines Unternehmens aus, so wird 
man nur bis zu dem Punkte zu gehen brauchen, der der 
Größe und Art des Betriebes entspricht, und übemimmt 
keinerlei Zutaten, die in einem anderen Werke recht zweck- 
mäßig sein mögen, für das eigene aber nur einen Ballast 
bilden.
        

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