Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kultus- und Gemeinde-Bauten
Person:
Kühn, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2753676
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2754561
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II. Das Pfarrhaus. 
sind dem Empfangszimmer größere Abmessungen 
zu geben; es nimmt dann mehr die Stelle des 
Salons ein.  
In beiden Fällen lege man das Empfangszimmer 
in die Nähe des Vorzimmers neben Wohn- oder 
Speisezimmer, aber von ersterem aus zugängig; 
es dient namentlich dann, wenn das Speisezimmer 
als Festraum gestaltet ist, zum Empfang der Gäste 
und wird erst nach beendetem Mahle seiner eigent- 
lichen Bestimmung als Stätte der Unterhaltung 
zurückgegeben und dient besonders den Damen, 
während die Herren bei einer Zigarre im Speise- 
zimmer verbleiben. Wenn ein besonderes Speise- 
zimmer nicht eingerichtet wird, so werden an das 
Empfangszimmer die Anforderungen eines Salons 
zu stellen sein, d. h. es sind ihm reichlich große 
Abmessungen zu geben; es tritt als Festraum auf. 
Es wird dann wenigstens 5,5 m Breite und 7 m 
Länge zu bekommen haben. Die Höhe ist von 
den danebenliegenden Räumen abhängig. Als 
Grundriß eignet sich das Rechteck am besten, dem 
man auch Ausbauten anfügen kann. Die bauliche 
Anlage sehe man mit reichlicher Luftzuführung 
vor; eine gute Erhellung steigert den heiteren 
Eindruck, den ein Salon hervorbringen muß. Zu 
wenig Licht wird auf das Gemüt drückend wirken. 
Schlafzimmer: Nur zu oft wird noch in den 
Ständen der Gebildeten der Irrtum begangen, dem 
Schlafzimmer nicht die Bedeutung beizulegen, die 
es haben sollte. Immer noch werden die Rück- 
sichten auf Repräsentation höher gestellt, als die- 
jenigen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Man 
vergißt, daß wir den dritten Teil unseres Lebens
        

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