Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Schwarz-Weißkunst
Person:
Ziegler, Walter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2701421
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2703915
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Aquatinta. 
Dieses Verfahren ist ein Ätzen auf Metallplatten, die mit an- 
haftenden Harzteilchen bedeckt sind, und kann mit dieser Abart der 
Ätztechniken selbständig eine bildliche Erscheinung erzeugt, oder es 
können bei gemischter Technik auf unterlegter Radierung mit Aqua- 
tintatönen wesentliche Effekte erzielt werden. Erscheinungen, die 
wir mittels Tusche und Pinsel auf einer Papierfläche erzeugen können, 
werden hier durch Ätzung auf der Platte gewonnen. 
Legt man eine Metallplatte, die blank geputzt ist, in irgendeine 
Ätzflüssigkeit, so greift dieselbe die ganze Fläche gleichmäßig an und 
löst Metall auf. Betrachtet man nach einigem Einwirken der Säure 
die Platte, so wird dieselbe ein mattes Aussehen haben. Ein Ab- 
druck von einer derartig abgeätzten Platte wird lichtgrau aussehen. 
Ätzen wir nochmals und längere Zeit und drucken zum 
zweitenmal, so werden wir ganz dieselbe Erscheinung haben wie das 
erstemal. 
Die ganze Platte wird etwas dünner, die Oberfläche aber nicht 
erheblich rauher geworden sein, daher kann sie auch nicht dunkler 
drucken (Abb. 88). Um durch längeres Ätzen auch entsprechend 
dunklere Töne zu erzielen, ist es nötig, daß die Platte ein Korn 
bekommt. 
Es muß die ganze Fläche in winzig kleine Flächenteilchen oder 
Pünktchen zerlegt werden, von welchen der eine Teil vor Säure- 
einwirkung geschützt, die dazwischenliegenden Teilchen geätzt und 
dadurch vertieft werden können. 
Je länger die Säure auf die blanken Plattenteilchen wirkt, desto 
tiefer werden sie geätzt. Die mit Harz bedeckten ungeätzten Teilchen 
bilden dann erhabene Fleckchen und ergeben in Abwechslung mit
        

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