Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wohnhausgruppe des Beamtenwohnungsvereins zu Cöln
Person:
Beamten-Wohnungs-Verein <Köln>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2670209
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2670321
Erdgeschoß soll mit Ausnahme des Ladens 
0,50 bis 0,65 m über der zukünftigen Straßen- 
höhe liegen. Die zukünftige Straßenhöhe liegt 
0,85 m über der jetzigen. 
Der beizufügenden Kostenrechnung ist ein 
Einheitssatz von 13 Mark für den Kubikmeter 
umbauten Raumes vom Kellerfußboden bis 
zur Unterkante der Dachgeschoßdecke nebst 
den nötigen Zuschlägen für Aufbauten und 
Giebel zugrunde zu legen. Den Betrag von 
200 000 Mark dürfen die Kosten nicht über- 
steigen. 
An Zeichnungen werden verlangt: 
1. einLageplan 1:500 nach dembeigegebenen 
Plan, ferner 1:100, 
2. ein Grundriß des Erdgeschosses, 
3. ein Grundriß des ersten Obergeschosses, 
4. ein Grundriß des Dachgeschosses, 
5. die beiden Straßenansichten, 
6. die erforderlichen Schnitte, aus denen auch 
die Hoffronten ersichtlich sein müssen. 
Ein Erläuterungsbericht ist beizufügen, der 
eine Zusammenstellung der Wohnungen ent- 
hält mit Angabe der nutzbaren Fläche, so- 
wie die Kostenberechnung nach dem um- 
bauten Raume. 
AnPreisen sollen verteiltwerden: ein erster 
Preis von 1200 Mark, ein zweiter Preis von 
900 Mark, ein dritter Preis von 600 Mark. 
Das Preisgericht hat das Recht, durch ein- 
stimmigen Beschluß von dieser Verteilung 
unter Beibehaltung der Gesamtsumme ab- 
zuweichen. 
Die Ausführung des Baues wird durch den 
Beamtenwohnungsverein erfolgen, jedoch ist 
die Hinzuziehung desVerfassers des zur Aus- 
führung gewählten Entwurfes bei der Bear- 
beitung der Pläne in Aussicht genommen. 
Preisrichter: Dr. jur. v. Stein, Regie- 
rungsassessor, Bolte, Stadtbauinspektor, Ver- 
beek, Stadtbauinspektor, Selbach, Oberpost- 
sekretär, Dieckhöfer, technischer Eisenbahn- 
Sekretär, Rechnungsrat. 
URTEIL DES PREISGERICHTS. 
Es wurde festgestellt, daß 72 Entwürfe recht- 
zeitig eingegangen waren. 
Da ein großer Teil der eingelieferten Ar- 
beiten (ungefahr V6) die Höfe ganz oder zum 
Teil an der Straße angeordnet zeigt, wurde 
die Frage erörtert, ob dies baupolizeilich zu- 
lässig sei. Das Preisgericht war der Ansicht, 
daß ä 12 Nr. 9 der Bauordnung, wonach 
"die j enigen hinter der Baufluchtlinie liegen- 
den Flächen, welche durch Zurücksetzen 
der Gebäude oder einzelner Gebäudeteile 
unbebaut bleiben (Vorland) in Abzug ge- 
bracht" 
werden müßten, nur auf solche Flächen An- 
Wendung finde, die weniger als 60 qm groß 
sind. Diese Auffassung wird durch die Praxis 
der Baupolizei in den letzten Jahren bestätigt. 
In Zweifelsfällen wirdeine Ausnahmebewilli- 
gung leicht zu erreichen sein. Derartige Ent- 
würfe sollen demnach von der Preisverteilung 
nicht ausgeschlossen werden. 
Bei der ersten Durchsicht wurden 21 Ent- 
würfe ausgeschieden, Weil sie wesentliche 
Verstöße gegen die Bestimmungen des Aus- 
schreibens oder die baupolizeilichen Vor- 
Schriften aufweisen, denen keine erheblichen 
Vorzüge gegenüberstehen.  
Bei der zweitenDurchsicht wurden 32 wei- 
tere Arbeiten ausgesondert. 
In der engerenWahl wurden weitere 12 Ar- 
beiten ausgeschieden. 
Für die engste Wahl blieben nun noch 
7 Entwürfe übrig. 
Das Preisgericht war einstimmig der An- 
sicht, daß keiner der Entwürfe sich zur Er- 
teilung des ersten Preises eigne und daß 
deshalb dem Ausschreiben entsprechend 
eine anderweitige Verteilung der Geldsumme 
vorzunehmen sei. Einstimmig wurde be- 
schlossen, zwei Preise zu je 800 M. und zwei 
Preise zu je 550 M. zu vergeben. 
Je einen Preis von 800 M. sollen erhalten 
die Entwürfe „Rheinische Bauweise", Ver- 
fasser Architekt H. Bergmann, Barmen und 
"Bürgerhäuser", Verfasser Diplomingenieur 
Gerh. Peltzer, Barmen, je einen Preis von 
550 M. die Entwürfe "Städtebild", Verfasser 
Architekt Carl Schöne, Cöln (Mitarbeiter 
Architekt H. Benoit, Cöln) und "Halt faß do 
köl1scherBoor",VerfasserArchitektA.Drexel, 
Cöln. 
Ferner wurde beschlossen, dem Beamten- 
wohnungsverein den Ankauf des Entwurfs 
mit dem KennwortnKultur", VerfasserArchi- 
tekt Hans Joost in Kassel, vorzuschlagen. 
  
        

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