Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Frauenkleidung und ihre natürliche Entwicklung
Person:
Stratz, Carl Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2645706
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2647881
aussereuropäischer 
Volkstracht 
Die 
Kulturvölker. 
159 
prächtiger Reihe und erfüllen die Phantasie mit einem Rausch von 
bunter Schönheit in tausenderlei Gestalten. 
Wenn auch durch die Fülle des Gebotenen das Verständnis 
erschwert wird, so steht doch das Racinetsche Werk als Nach- 
schlagebuch und treuer Berater in seiner Art einzig da. 
Indem ich auf dieses Meisterwerk und den mannigfaltigen Reich- 
tum seines Inhalts Verweise, beschränke ich mich hier darauf, nur 
die wichtigsten Trachtenarten zu besprechen, welche die Grundlage 
der tausendfältigen Gestaltung weiblicher Zierkunst bilden und zum 
Verständnis derselben nötig sind. 
Wir haben gesehen, dass die selbständige Entwickelung 
der Kleidung bei den Protomorphen und bei der schwarzen Rasse 
mit der primitiven Tracht abschliesst. 
Für die weitere Entwickelung der Frauenkleidung bei den 
Kulturvölkern kommen sie nicht mehr in Betracht, abgesehen von 
den Ueberresten primitiver Tracht, die sich noch hie und da er- 
halten haben. 
Die eigentlichen Träger höherer Kultur sind die weisse und 
die gelbe Rasse. Beide Rassen haben nicht nur selbständig eine 
besondere Kleidung, die tropische und die arktische, entwickelt, son- 
dern sind später in einen regen Austausch ihrer Kulturelemente 
getreten, sowie auch in eine ausgebreitete Rassenmischung. 
Durch diese verschiedenen Einflüsse sind die seltsamsten Kombi- 
nationen entstanden, Welche zu verstehen uns nur gelingt, wenn wir 
uns genau Rechenschaft geben, in welcher Weise sie eingewirkt 
haben. 
Wo es sich nur um Kulturaustausch handelt, wie z. B. beim 
Eindringen der buddhistischen Kunst bis tief hinauf nach Tibet, 
China und Japanl), da wird die Grundform der Kleidung nur Wenig 
beeinflusst, wo dagegen auch eine Rassenmischung eintritt, wie z. B. 
in Siam und Birma, da mischen sich auch die Elemente der dem 
ursprünglichen Rassencharakter angepassten Kleidung in viel aus- 
gedehnterem Masse. 
Das Gebiet, welches von den wichtigsten aussereuropäischen 
Vgl. 
Grünwedel, 
Buddhistische 
in Indien. 
Kunst 
Spemann, 
1900.
        

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