Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Metallfärbung und deren Ausführung mit besonderer Berücksichtigung der chemischen Metallfärbung
Person:
Buchner, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2635267
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2637251
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Sekunden einwirken und bringt dann die Stücke in ein lebhaftes 
Kohlerrfeuer, worin man sie kurze Zeit glühen läßt. Nach dem 
Erkalten reibt man mit einem leinenen Lappen ab und gibt einen 
matten Glanz durch Einreiben mit Olivenöl; oder man läßt auf 
dem noch heißen Metalle Wachs abrauchen und reibt nach dem 
Erkalten mit einem wollenen Lappen ab. 
 b) Ein anderes, ebenfalls bewährtes Verfahren ist folgendes: 
Man löst 10 Teile salpetersaures Kupferoxyd in 100 
T-eilen Wasser auf und fügt 2 Teile konzentrierte Sal- 
petersäure zu.  
 In diese Flüssigkeit taucht man die handwarm gemachten Gegen- 
stände ein und brennt sie in gleicher Weise, wie oben angegeben, 
in Kohlenfeuer. Nach dem ersten Abbrennen werden sie raschhmit 
Leinwand abgerieben, wiederum in die Flüssigkeit getaucht, abge- 
brannt und nötigenfalls die Operation nochmals wiederholt, bis ge- 
hörige Schwärze erzielt ist. Nach dem Erkalten wird ebenfalls matter 
Glanz gegeben mit Olivenöl oder Wachs. 
c) Andere verwenden an Stelle dieser Kupferlösung eine kon- 
zentriertere Lösung, nämlich 50 Teile salpetersaures Kupfer- 
oxyd, 50 Teile Wasser. Diese Lösung soll nicht vollständig 
neutral, auch nicht zu stark sauer sein, d. h. nicht zu viel, sondern 
nur eine geringe Menge freier Salpetersäure haben. 
Anmerkung. Ueber diese "Schwarzbeize" teilt in der 
Zeitschrift für lnstrumentenkunde (X. Jahrg. Mai 1890) das Werk- 
stattlaboratorium der. PhysikaL-technischen Reichsan- 
stalt in Berlin folgendes mit: 
Die besten Erfolge gibt nachstehende Zusammensetzung: 600 
Gramm salpetersaures Kupfer-oxyd werden in 200 ccm destilliertem 
Wasser gelöst und dieser Lösung eine solche von 2,5 Gramm sal- 
petersaurem Silber in 10 ccm destilliertem Wasser zugesetzt. 
Der Zusatz von Silb-ernitrat hat sich im Gegensätze zu ander- 
weitigen Versuchen als sehr zweckmäßig erwiesen. Mehr als an- 
gegeben jedoch zuzusetzen, wird widerraten. Die Beize wird in ge- 
schlossenen Gefäßen aufbewahrt. Sollte, da die Lösung sehr kon- 
zentriert ist, etwas Salz auskristallisieren, so gibt man etwas wenig 
destilliertes Wasser zu, bis eben gerade wi-eder Lösung eintritt. 
Die zu beizenden Gegenstände brauchen nicht bearbeitet zu sein, doch 
sind sie vom Fett zu befrei-en und wenn möglich in ein Gemisch 
von l Teil roher Salzsäure und 1 Teil Wasser oder ein Gemisch 
von 2 iT eilen roher konzentrierter Schwefelsäure und 7 Teilen Wasser 
zu tauchen, In solchen schwachen Säuregemischen läBt man die an
        

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