Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Hölzer
Person:
Krais, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2617161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2625052
E 
E obliqua, beide aus Tasmanien, beziehentlich Neusüdwales stammend, 
treten an Bedeutung und Wert hinter die erstgenannten Eukalyptus- 
höher zurück. Blue-gum gilt, weil vom Bohrwurm nicht oder nur wenig 
angegangen, als sehr geeignet für Hafenbauten. 
Anmerkung. Den vorstehend beschriebenen Eukalyptushölzern im 
äußeren Ansehen wie im innern Bau sehr ähnlich ist das gleichfalls australische, 
vermutlich auch von einem Fieberheilbaum stammende, hellfarbige, etwas gelb- 
liche, überaus gerbstoffreidie Whitebox-Holz. Zäh und fest, dient es vor- 
nehmlich beim Brückenbau, doch vorerst in nur beschränktem Maße. Den dunkler 
braunen Eukalyptushölzem gleicht das (in seinem Bau jedoch feinere), sehr dichte, 
harte und schwere Sarra-Holz 1). Es ist sehr druck- und biegungsfest, außer- 
ordentlich dauerhaft und liefert vortrefflidies Baumaterial für Schwimm- und 
Trockendocks und Landungsanlagen, wird auch zu Eisenbahnschwellen und Briicken- 
balken sehr empfohlen. 
ß) Rotbraune Eukalyptushölzer. 
Die Färbung ist hier stumpf rotbraun, sehr ähnlich der des Pferde- 
neisdiholzes (siehe Nr. 35), von dem sich die betreffenden Eukalyptus- 
hölzer aber durch den Mangel heller Querlinien auf der Hirnflädie, das 
Jarrah-Holz (siehe unten) meist auch durch weitere Gefäße unterscheiden. 
Nach ihrer Abstammung von verschiedenen Eukalyptusarten sind sie eben- 
sowenig auseinander zu halten, wie die hellbraunen Hölzer dieser Baum- 
sattumi"   . 
Unter den hier zu nennenden Holzern: Jarrah von E. margxnata, 
Karri von E. versicolor (beide in Westaustralien), Red Gum von E. 
rostrata (in ganz Australien) und Ironbark von E. crebra (in Ost- und 
Nordaustralien) hat bisher hauptsächlich das erstgenannte in Deutsdnland 
Eingang gefunden. Es liefert ein weniger festes und dauerhaftes Straßen- 
Pflaster als Tallow-wood oder Blackbutt, läßt sich aber (wie in England 
das Karribolz) seiner an dunkles Mahagoni erinnernden Färbung wegen 
als Möbelholz verwenden, wird daher auch "australisches Mahagoni" ge- 
nannt (vergl. auch Nr. 37). 
Anmerkung. In der Färbung, dem äußeren Ansehen und inneren Bau 
sdqließt sidi den vorerwähnten Hölzern an das ebenfalls aus Australien Iein- 
gefühfte, sehr harte, schwere und feste "Grubf-Holz f), wegen seiner uniiber- 
troffenen Widerstandsfähigkeit gegen den Bohrwurm das beste Holzmaterial für 
Seehafenanlagen und Schwimmdocks. 
iesem treten mitunter, wie zuweilen auch  unzweifelhaften Euka; 
Iyptushölzern, gangartige, bis 1 mm weite, den Gefäßen parallele, im Längssqinitt 
gekammerte Lücken mit schwarzrotem, glänzendem Inhalt (Kinorot?) auf. Uber 
den Namen vergl. S. 702, Fußnote. 
9) Vergl. S. 702, Fußnote.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.