Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundgesetze für den kunstgewerblichen Entwurf in Edelmetall
Person:
Segmiller, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2613668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2615073
Ul 
Unendlichkeit, der Treue und Beharrlichkeit unserer 
Gefühle. Der ägyptische Osiris wurde mit blauem 
Antlitz, ebensolchen Händen und Füßen abgebildet. 
Apollo und die Meeresgötter erhielten blaue Kleider. 
Gelb war in allen Zeiten  was es heute noch in 
China ist  die Farbe der Würde; heute ist es bei uns 
der Ausdruck des Neides. Gold trat an seine Stelle. In 
der Heraldik hat weder Gelb noch Weiß einen Platz 
erhalten; jenes wird durch Gold, dieses durch Silber 
ersetzt. Grün ist alles Sprießende, alles womit sich 
Hoffnung verbindet. ln diesem Ton erschienen die 
Haare der Wassergöttinnen im Sinne des Flutenden, die 
Locken der Vesta, als der Mutter der sich stets er- 
neuernden Erde. Rot ist die Farbe der Liebe, aber 
auch das Symbol der Pracht, Herrlichkeit und Sieges- 
gewißheit. Der Mantel des Zeus und Jupiter leuchtet als 
Zeichen der höchsten Macht in tiefem Rot. Zinnober 
erhält in Verbindung mit Schwarz die Bedeutung des 
Grausamen und Schrecklichen. Rosa symbolisiert das 
Liebliche, Duftige,  ist die Farbe derBlüte. Vermischen 
sich mit Rot gelbe Töne, so hängt ihm das Odiose des 
Neides an. Violett versinnbildlicht das Alter, die Ruhe, 
während Schwarz als Trauerfarbe angenommen wird. 
Kirchlich wurde dem Farbsymbol eine breite Be- 
deutung zuerkannt. Weiß versinnbildlicht das heilige 
Altarssakrament und seine Feste. Rot ist der Ausdruck 
der Liebe und des Blutes. Es wird getragen bei allen 
Festen des Herrn, bei welchen das Leiden Christi oder 
Werkzeuge des Leidens Christi verehrt werden, dann 
am Pfingstfest und an den Gedenktagen der Märtyrer. 
Rosa erscheint am Altar am Sonntag metale in der 
Segmiller, Stilgesetze. 7
        

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