Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte der edlen Metalle
Person:
Creutz, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2593241
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2596697
Die Renaissance in Deutschland. 
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Bürgereidskristall, in Form einer Kapelle mit der Figur Christi und 
Heiligen, eine Arbeit Hans von Laffers zu Lüneburg 1444. Mit der 
weltlichen Bestimmung der übrigen Geräte geht die formale Gestaltung 
Hand in Hand. Am deutlichsten rävt sich der Unterschied beider Zeit- 
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alter aus in den silbergetriebenen Schalen von etwa. 1500 und 1540 
(Fig. 267 f., S. 2,98 f), auf der einen Seite spitzzulaufende, schnellende Buckel, 
deren Linien arbeiten wie die Stäbe otischen Maßwerks auf der anderen 
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Fig. 266. Gießgefäß in Form eines Löwenuin Berlin. 
parallele Vertiefungen, die dem Ganzen den Eindruck stabiler Ruhe geben. 
Der gleiche Unterschied äußert sich in den Pokalen (vergl. S. 270). Starke 
in die Breite gehende Ausladungen werden bevorzugt. Aus den spitz- 
zulaufenden Buckeln wurden gerundete Ausbuchtungen, die von Laubwerk 
eingefaßt und überwachsen sind. Die Einschnürung und die zylindrische 
Form entsprechen am meisten der neuen Tendenz, und wir linden 
diese Bildungen in der ungeheuren Produktion vorherrschend (Fig. 284 i, 
S. 311 f). Die Pokale der Renaissance und Folgezeit lassen sich überhaupt 
auf einige wenige Typen zurückführen. Auch für die Folgezeit bildet 
der Buckel das wichtigste, mannigfach variierte Formenelement. Man 
unterscheidet spitzzulaufende Buckel, die in einer gotischen Unterströ-
        

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