Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte der edlen Metalle
Person:
Creutz, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2593241
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2593891
Griechische Mischkuust, 6.- 
-3. Jahrhundert vor Chr. 
31 
(Fig- 13, S. 18) bei den Tierköpfen die Entstehung der sogen. „indischen" 
Palmette und der mandelförmigen Motive. 
Zu den eigenartigsten Goldfunden dieser Mischkunst zählt der Fund 
"von Vettersfelde in der Niederlausitz (Fig. 14, S. 19), wo man 1882 auf 
einem Acker eine Anzahl von Gegenständen aufdeckte, die sich in ihrer 
Gesamtheit als typische Requisiten eines Kriegers erwiesen. Die Haupt- 
Stücke sind ein Fisch mit Tierdarstellungen, eine große Zierplatte aus 
vier Kreisen mit Tieren und ein Beschlag, der in ähnlicher Weise mit 
 
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Fig. 12. Fibel in der Eremitage (nach de Linas). S. 16. 
Tieriiguren geschmückt ist. Dazu kommen Hängezierate, Armring, Kette, 
Dolchscheide und kleinere Goldsachen. Über Herkunft und Zeit sind die 
verschiedensten Meinungen geäußert; man hielt ihn für etruskisch oder 
Spätrömisch, oder für provinziell römisch und halb nordisch-barbarisch, 
für sassanidisch oder byzantinisch, für griechisch-barbarisch oder spät- 
orientalisch. Ernstlich in Betracht kommt von diesen Anschauungen nur 
die griechisch-barbarische. In einer eingehenden Untersuchung (Winkel- 
wann-Programm 43) bezeichnet Furtwängler den Fund als altgriechisch 
aus dem  Jahrhundert nach Chix, und zwar soll die Arbeit aus einer 
griechischen Werkstatt nördlich vom Pontus für einen szythischen Fürsten 
gearbeitet, und vermutlich bei den Zügen dieses Volksstammes am Ende 
des 6. Jahrhunderts an seinen Fundort verschlagen sein. Die einzelnen 
angeführten Analogien sind so überzeugend, daß damit das Richtige ge- 
troffen sein dürfte. Die formale Einfachheit der Tierdarstellungen, die 
Creutz, Edelmetalle. 2
        

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