Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der exakte Bucheinband
Person:
Kersten, Paul Sütterlin, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2568044
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2569111
75  n. 1m künklerifdae emmmma 
Wir beiorgen uns nun mehrere Stüdtdven möglichit dünnes 
Glas, gewöhnliches Feniteridieibenglas, das wir durdo Hnritjen 
mittels einer Feile an der Glaskante und Brechen an dieierStelle 
veriudien, mit recht iladv gebogene Kanten zu bekommen. Das 
gute Gelingen des Zerbrecbens iit Zufallsiadve, man bridvt eine 
Einzahl Stücke und legt iicb dieie neben dem Schärfftein zuredvt. 
Das Sdmeiden mit dem Diamanten, um fladi gebogene Glas- 
ftücke zu erhalten, hat keinen Zweck, da durch das flnrigen des 
Diamanten und nachherige Brechen des Glafes keine glatten 
iondern rauhe Brudaftellen entftehen, die zum Sdvaben untaug- 
lich fand. 
Wir können nun mit dem Schaben beginnen, zuerit iit wie- 
derum der Rüdten auszuicbaben; man legt das Leder, Fleiich- 
ieite nach oben, auf den Sdvärfftein, io daß ein Teil desielben 
über den Stein nach dem Hrbeitenden zu herüberragt, der 
mit dem Llnterleibe durdv Gegendrüd-cen an die Steinkante 
feft gehalten wird. Nun nimmt man ein Stück Glas in beide 
Hände und idiabt den durdv die Bleiftiftlinien feit begrenzten 
Teil des Rückens in ieiner ganzen Breite, Strich für Strich, links 
beginnend, red-its aufhörend, einmal durdv, dann dreht man das 
Leder herum, hält die eben geidvabte Hälfte des Leders feit und 
idvabt die andere Hälfte einmal durch, dann dreht man das Leder 
wieder herum und ichabt nun zum zweitenmal die erfte ange- 
fangene Hälfte des Stüdtes, dann dreht man wieder herum, 
um auf dieie Weiie io fortzufahren, bis der Rüdaenteil die nötige 
Dünne erreicht hat. Das Herumdrehen nach iedesmaligem Scha- 
ben ift ein wefentlidves Erfordernis, um exakte Gleichmäßig- 
keit zu erzielen. Falidw iit, erit die eine Hälfte des Rüdwns auf 
die nötige Dünne zu bringen, und dann erft die andere Hälfte; 
man erzielt dadurch keine gleidvmäßig ebene Fläche. 
Man vergeiie hierbei fliCbt das, was id) bereits auf Seite 72 
gefagt habe, bei Büdvern mit erhabenen Bünden nidvt zu dünn 
auszufchaben. lit der Rücken gleidomäßig auf die nötige Dünne 
gebradvt, bricht man ihn an den Bleiftiftlinien, die den Rücken 
an dem Falze (Sdiarnier) abgrenzen, Narbenieite auf Narben-
        

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