Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der exakte Bucheinband
Person:
Kersten, Paul Sütterlin, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2568044
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2570053
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ftalteten Ganzlederbande kann dem Rückentitel als Erkennungs- 
merkmal überhaupt nicht die Bedeutung zukommen, wie bei 
dem uniformen Bibliotheksbande. Was Seite 167 beim Halb- 
franzbande vom Titeldruck geiagt wurde, gilt im übrigen 
auch hier. 
Will man über dieie einfadvfte Verzierung des Lederbandes 
hinausgehen, io geben eine oder zwei Linien an Kopf und 
Schwanz des Buchrüdxens , eine Linienumrahmung der Rücken- 
felder und eine Linie längs der Buchkante auf der Vorder- 
und Hinterdedte fdwon eine weientliche Bereidverung. Die 
traditionellen Blümchen in den Rückenfeldern wirken meift 
mehr rührend als originell. Einen weiteren Sdvritt zum orna- 
mentierten Lederbande bedeutet dann die Hnbringung des 
Titels auf der Vorderdecke des Buches. Hber nur dann 
iollte man diefe vernünftigite und fadwlichfte aller Budaver- 
zierungen anwenden, wenn man eine idvöne Schrift in größe- 
rem Grade beiigt und wenn eine Hnordnung in ornamental 
ichöner Form {ich überhaupt ermöglichen läßt. 
Wenn ich glaubte, auf die Bedeutung des unverzierten Leder- 
bandes beionders hinweifen zu müiien, {o iollte damit natür- 
lich dem Prachtbande die Berechtigung nicht abgeiprochen 
werden. Hbgeiehen davon, daß die fürftlidven Huftraggeber 
heute wie ehedem vorhanden iind, gibt es auch ionft Hnläiie 
genug, weldie die Entfaltung feitlidver Pracht durchaus redvt- 
fertigen. Wenn es {ich in iolchen Fällen audv meift um Hdreiien- 
mappen und dergl. handelt, io tindet dodv auch das Buch als 
feftlidwe Gabe häulig Verwendung. Und Monumentalbüdver für 
profanen und kirdalichen Gebrauch bedürfen audv heute noch 
des feierlichen Gewandes. Es ift alfo vorläuüg nidvt zu befürdv- 
ten, daß ein moderner Puritanismus dem Handvergolder das 
Geichäft verderben könnte. 
m reiche Für den Entwurf eines reidöer ornamentierten Lederbandes 
Ganmdnmd beitimmte Riditlinien zu geben, iit idower. Je mehr die Huf- 
gabe über den Rahmen des rein Handwerklichen hinauswädvit, 
um io mehr veriagen Regeln und Geiege. Wenn daher der
        

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