Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Waltershausen
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2565668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2566842
38 Lmm. Tenneberg. 38 
Kirch G, ehemals des heiligen Nikolaus. Grundriss-Form:  Der an 
der Mitte der Südseite befindliche, mächtige, quadratische (im Aeusseren 6 m vor- 
tretende, 7 m breite) Thurm stammt aus der romanischen Uebergangszeit, und sind von 
daher die im Erdgeschoss und in den ersten zwei Obergeschossen (welche angegliedert 
aufsteigen) befindlichen Lichtspalten erhalten, in dem dritten Obergeschoss über einem 
kräftigen Kehlgesims grössere Fenster mit Kleebögen, welche aus grösseren Quadern 
gehauen (nicht aus kleineren Keilsteinen zusammengesetzt) sind. Zum Theil sind 
diese Kleebögen rundbogig geblieben: A, zum Theil der oberste Pass spitzbogig ge- 
hauen; dies vielleicht erst in spatgothischer Bauthatigkeit. Aus einer solchen rührt 
das rippenlose Kreuzgewölbe im Thurm-Erdgeschoss her, ferner ein schlankes Spitz- 
bogen-Fenster_ in seinem zweiten Obergeschoss und eine links ausser der Mitte 
sitzende Console, die Spitzbogen-Thür vom Thurm-Erdgeschoss zur Kirche und die 
Anlage der übrigen Kirche. Chor und Langhaus haben zusammen eine innere Lange 
von 21 m und Breite von 7,8 m. Alles Uebrige aus neueren Zeiten, besonders von 
1739. Holzdecke von der Form: ff-"q, Holz-Emporen, rechteckige Fenster und 
Thüren; auf dem Thurm ein Zeltdach, darüber Tabernakel-Aufsatz mit Helm.  
Beck, S. 456.  Brückner, S. 42.  Gelbke, S. 420.  Galletti, S. 108. 
Sacramentschrein an der Nordost-Vlland, inschriftlich 1877 erneuert (viel- 
mehr abgemeisselt und dick überstrichen), spatgothisch. Eine jetzt rechteckige Um- 
rahmung zeigt unten das (ganz verdorbene) Relief eines Christuskopfes, daneben ein 
Steinmetz-Zeichen: a; . Ueber dem in der Form: Ü überdeckten Schrein ist die 
Flache (soweit die Kunstformen noch die Restauration von 1877 überstanden haben) 
mit Kantenblumen an dem Schreingiebel und den innen aufsteigenden Umrahmungs- 
Linien, dazwischen mit der Darstellung einer Monstranz in Relief geschmückt. 
Tauf s tein-Becken im Thurm-Erdgeschoss, laut Inschrift von 1567, mit netz- 
förmig vertretenden Rippen. Guter Sandstein. 
Kanzelb au hinter dem Altar, unten als Sacristei-Verschlag, mit korinthischen 
Pilastern, oben in der Mitte die Kanzel, von der Form:  , zu den Seiten durch- 
brochen geschnittene Brüstung. Holz. 
Crucifix im Thurm-Erdgeschoss, aus dem 16. Jahrhundert, mit ganz gutem, 
80 cm hohem Körper aus Holz. 
Re lie f taf el aussen an der Westfront der Kirche nach Norden zu (im Treppen- 
Vorbau zu sehen), mit Unterschrift: 21mm öni m6): z): ßeßß (statt mäßs); ausserst 
roh, Christus in grosser Figur am Oelberg betend, während ihn in kleinen Figuren 
die Apostel, Judas Ischariot mit den Haschern und Gott Vater umgeben. Sandstein. 
Weinkanne, von: 1775, in Seidelform. Zinn. 
Kelch. Fuss in Sechspass-Form: 53, darauf einpunktirt: LINA.-1681.- 
VLMARTINVS  Knauf rund mit durch 
Kehlen getrennten Eiern und Würfeln. Silber, vergoldet, 19 cm hoch. 
Kelch, aus dem 18. Jahrhundert. Fuss in Sechspass-Form: 81 (darauf Gold- 
schmiede-Zeichen: G unter der Krone und: RS.  Knauf rund, mit getriebenen 
und durch einige gravirte Linien belebten Eiern. Silber, vergoldet, 23 cm hoch.
        

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