Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Waltershausen
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2565668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2567443
WINTEBSTEIN. 
Thal. 
bogige Blende dem 16. Jahrhundert an, während der ebenerdige, halb flach-, halb 
rundbogige Eingang in neuerer Zeit durchgebrochen ist. Ueber dem spitzbogigen 
Fensterpaar geben Balkenlöcher die Andeutung eines ehemaligen Geschosses darüber. 
(Die Kapelle gehörte zum früheren Mittelgut.) Südlich im Burgbezirk steht, nach 
den Himmelsrichtungen orientirt (also schief gegen die Kapellenmauer) der quadra- 
tische, bis etwa 11 m Höhe ansteigende Thurm  aus dem 16. Jahrhundert, wie 
eine Rundbogen-Oeünung im ersten Obergeschoss in der Mitte der Ostseite zeigt. 
An seiner Ost- und West-Mauer steigen die ehemaligen Giebelfelder trümmerhaft, zum 
Theil erneuert auf. Die rechteckige Thür unten an der Ostseite und die rechteckigen 
Fenster an seiner Ost- und Westseite sind wiederum neueren Ursprunges. Oestlich 
von diesen beiden Gebäude-Resten sehen wir noch zwei Mauerstücke, eines nördlich, 
eines südlich, welche aber, beide in gleicher Richtung von Ost nach West laufend, 
einst zusammenhängend, zu demselben Gebäude des 16. Jahrhunderts gehörten. Jedes 
derselben ist etwa 3 m hoch erhalten und 1,25 m stark, das linke Stück mit einer 
neueren Rechteck-Oeifnung in massiger Höhe über dem Erdboden durchbrochen. 
Ausserhalb dieses eigentlichen Burgbezirkes stehen mehrere Gebäude, an welchen 
Einzelheiten älterer Zeit erhalten sind. Die erwähnte Burg nämlich oder das Unter- 
schloss, gehörte theils zum späteren, sogenannten Mittelgut, theils aber und der 
Hauptsache nach zum Vordergut. Der ausserhalb der Burgruine befindliche Theil 
des sogenannten Vordergutes liegt östlich von dem (an dieser Stelle am besten 
erkennbaren) Burggraben; hier das Wohngebäude des Wangenheimschen Pächters, 
ein ganz schlichter Bau, in dem jedoch eine (etwas überarbeitete) Tafel mit den 
Wappen von Wangenheim und Butlar und: 1562 vermauert ist. 
Südlich von dem Burgbezirk ist das Mittel gut. Hier zunächst das moderne 
Wangenheimsche Schloss, schmucklos, ein von Norden nach Süden gestrecktes Rechteck, 
in dessen Ostmauer jedoch oben wiederum eine altere Tafel mit dem Wangenheim- 
sehen Wappen eingelassen ist. Noch weiter südlich erstrecken sich von Osten nach 
Westen Wirthschafts-Gebäude und Scheunen, neu und gewöhnlich, mit Ausnahme der 
hohen Südmauer, welche noch aus dem 16. Jahrhundert stammen muss und nach der 
Strasse hin eine Reihe rechteckiger Schiessscharten zeigt. 
Westlich von dem eigentlichen Burgbezirk liegt das sogenannte Ober gut derer 
von Wangenheim. Hier stossen zwei Theile im rechten Winkel aneinander, nämlich 
ein Ostflügel oder die sogenannte Vogtei und als Süd-Vorbau das Forsthaus, beide 
neu, von schlechtem Fachwerk, doch auf alter Südmauer gebaut, welche an der 
Aussenseite unten eine (aus dem Mittelgut stammende) T afel mit den Wappen 
Wangenheim und Butlar und: 15.52 unter einem Dreieck-Giebel zeigt. 
Pi Baethke, Mittheilungen.  Beck, S. 404.  Brückner, S. 58. 61.  Galletti, 
S. 143.  Rathgeber, Gemäldegallerie zu Gotha, S. 358, spricht irrthümlich von einem Schloss 
Joh. Casimifs.  v. W an ge nheim, Beiträge zur Familiengeschichte, S. 649. 955 f., über das Vorder- 
gnt, mit Abbildung der Ruine, S. 960 f. über das Mittelgnt, S. 950 f. über das Ohergut, S. 635 über 
die Wappentafel am Obergut, S. 651 f. über den Bauherrn Melchior v. W., dessen Grabstein in Sonne- 
born, siehe dort, im Amtsgerichtsbezirk Wangenheim S. 133.  v. Wangenheim, Regesten 1857, 
S. 59 (Nr. 67), über die Belagerung von 1307, mit Liten, Nr. 100 u. 6., dgl. Regesten 1872, ö.  
Photographien (nicht im Handel) im Besitz des Herrn Oberförsters Wolif in Winterstoin. 
Relief, am Abhang des östlichen Grabenstückes angebracht 
Scheune), Figur eines sitzenden Hundes und. Ueberschrift: 
(früher
        

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