Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamtsbezirk Gotha: Amtsgerichtsbezirk Tonna
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2564514
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2564921
Tonna. 
BIENSTÄDT. 
bögen: A. Zwischen Knauf und Schaft ist ein zierlicher A-Fries aufgesetzt. Um den 
unteren Theil der Kuppe lauft ein aufgelegter B'ries von Palmetten. Silber, vergoldet. 
Kelch, aus dem 18. Jahrhundert, wohl der 1711 gekaufte; Sechspass-Fuss: 0, 
Knauf rund, getippt.  Brückner, S. '77. 
3 Glocken, von 1802. 
eine T af el vermauert, aus 
davon ein betender Engel, 
Am Wohnhaus von Herrn T11. Dünkel ist unten 
dem 16. Jahrhundert, darauf das Mainzer Rad, rechts 
links Waid-Pflanzen  
Am Woh I1 h üllS von Herrn Wilh. Gäirtiler: Tafel mit Inschrift: HANS 1561 
KAISER. (Name des Steinlnetzen.) Darunter die kleine Figur eines nackten Mannes, 
wohl Adams (in der Stellung der mediceisehen Venus, bei der Rohheit der Ausführung 
von heiter wirkender Naivetat) mit einem dem gezahnten, zweischneidigen Messer 
ähnlichen, zur früheren Waid-Bereitung erforderlichen Werkzeug im Arm. Daneben 
ein Wappenschild mit dem gleichischen gelöwten Leoparden. 
Am W 0 h II ha llS des Herrn Oaes. Cyriax: Tafel mit der Inschrift des Stein- 
metzen: KLAVS KAISER (Sohn des vorigen?) M. (Meister) ZVDIFFENDRL (ver- 
meisselt statt DIETENDORF? nach Herrn Pf. Perthes vielleicht: 'l"iefendorl statt 
Niederdorla); darunter links: 1.586 und: HERR BLEIB BEI VNS ES WILL ABENT 
WER (die bekannte Lucas-Stelle lässt den Stein als ehemaligen Grabstein vermuthen), 
rechts ein Kreis mit der Umschrift: HANSKILWEITHERR (Waidherr) und drei 
NVaidballen um ein Wappenschild mit: H .K  , einer Sichel zum Abschneiden der 
Waidpflanzen und einem Messer (oder einer Pfiugschaar nach Herrn Pf. Perthes. Dieser, 
der auch genaue Zeichnungen der drei Steine (A) anfertigen liess, machte mich in einem Schreiben darauf 
-aufmerksam, dass nach Gelbke II, VIII, S. 54 im Jahre 1761 der Gemeinde Molschleben als Abzeichen 
für ihre Waidfässer die Pflugschaar gegeben wurde, dieselbe also vielleicht überhaupt die Schutzmarke 
der Waidherstellung war.) 
[Ortsbefestigung]? 
1777 
Thore, 
nach 
Galletti, 
Herrschaft 
Tonna, 
B l ß HSiä ll 118 l' Warte , l km nordwestlich von Bienstadt, aus dem 14. Jahr- 
hundert, ein viereckiger Thurm, einfach, aber hoch, fest und sorgfältig gefügt, mit 
ebenerdigem, neuerdings erweitertem Eingang. [Dach, bezw. Helm fehlen] Der 
Thurm steht auf einem kleinen, erhöhten, runden Plateau, das von einem kreisför- 
migen, jetzt trockenen Graben und wiederum von einem kleinen, wenig ansteigenden 
Wall umgeben war; einsam, auf freiem Felde. Die ganze Anlage, an die hessischen 
Warten erinnernd (vgl. Lehfeldt, Bau- u. Kunstdenkm. d. Reg-Bez. Coblenz, 1886, S. 698. 701), 
ist einzig in dieser Gegend erhalten. Oder war diese Art kleinster Festungs-Anlagen 
zum Beobachten, auch zum vorübergehenden Aufhalteu des Feindes seltener hierorts? 
(Einige kleinere stehen auch im erfurtischen und weiinarischen Gebiet in der östlichen 
Richtung von der Bienstadter Warte.) Die Nachrichten freilich von Beck, dass die 
Steine auch dieser Warte von den Bienstadtern 1733 nach einem Brande in ihrem 
Orte theiliveise benutzt wurden und die Angaben eines Pfarrers im dortigen Pfarrarchiv 
von ähnlichem Vornehmenin der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts bestätigen die Neigung
        

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