Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fürstenthum Reuss Jüngerer Linie: Landrathsamtsbezirk Schleiz
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2558659
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2560795
Lobenstein. 
Trrscmzunonr. 
 
 
pfeilern mit roh korinthisirenden Capitellen. Der Thurmbau, in dessen Erdgeschoss 
auf der Südseite eine Rundbogen-Thür führt, hat in Höhe des Langhaus-Daches zu- 
nächst ebenfalls ein Stück Dach, so dass der darauf ruhende, hölzerne, beschieferte Ober- 
bau unnöthig dachreiter-artig aufsitzt, dann ein Achteck-Geschoss mit Schweifkuppel, 
Achteck-Aufsatz und Kuppel.  Brückner, S. 777.  Kirchengall. S. 144.  Meyer, S. 14. 
Kan z elb au, hinter dem Altar, sehr gross und merkwürdig, weil aus verschieden- 
artigen Theilen zusammengesetzt  Er soll aus einer Kirche in Baiern stammen, 
vielleicht aber nur der eigentliche Aufbau, welcher aus dem Anfang des 18. Jahr- 
hunderts in charakteristisch römisch-deutschem Barockstil (sogenanntem Jesuitenstil) 
hergestellt ist. Auf einem mit verschnörkelten Seitenconsolen versehenen, von Pilastern 
eingefassten, inwendig aber offenen Sockeltheil bildet 
den Haupttheil zunächst die Rückwand, vor deren 1393393.) 
Mitte auf einer Console die im Grundriss recht-  
eckige, im Aufriss S-förmig geschweifte, im Uebrigen L    
einfache und nur an der Vorderiläche mit zwei   
Engelsköpfen oben und unten besetzte Kanzel vor-  (lt. 
tritt. Zu jeder Seite derselben zunächst ein einfacher  W i" 
Pfosten, dann eine" vertretende, im "Postament mit f "j,  ywrfyl 
geflügelten Engelskopfen verzierte Saule, an deren {fix _  
Seiten nach aussen noch Einfassungs-Bretter in    mild  
durchbrochener Schnitzerei von Schnörkelwerk auf  f; "ü;     
Engelsköpfen sich befinden. Der Obertheil ist nun ver-  U1    
hältnissmässig viel üppiger und grossartig componirt.     y  ejilizwvigvldll 
Die beiden, die Kanzel zunächst einfassenden Pfosten   
sind oben im Flachbogen, welcher den Schluss des  
oberen Kanzel-Einganges bildet, verbunden; die beiden ,  S   
sodann vertretenden Säulen tragen kräftige Gebälk- f  l   
stücke und darauf einen Flachbogen-Giebel, welcher    In"   
in der Weise gebrochen ist, dass die Eckstücke vor- ß:    J  
treten, das Mittelstück aber (durch eine Abstufung)   f w"  
zurücktritt. So entsteht zwischen dem erwähnten    In g ifilly 
Flachbogen des oberen Kanzel-Einganges und dem 2,   Ä 41., N 
zurückliegenden Bogentheil des Giebels eine grössere i;   .1  (X 
Fläche, und diese ist durch ein mächtiges Zierstück f;    ' x 
in Form einer durchbrochen geschnitzten Königskrone    W (ff 
mit einem facettirten Reif (der, mit einem Holzbrett    
gefüllt, zugleich den Schalldeckel bildet) und mit drei   j 
S-formig aufsteigenden, oben zusammen kommenden   lt „x 
Akanthusblättern als Bügeln ausgefüllt. Dies ist ein     i! 
sehr hübsches Motiv, gesteigert durch zwei rechts und  ab.  M], f; 
links die Krone unterwärts stützende (am Flachbogen  I"   "I  
des oberen Kanzel-Einganges befestigte) Engels-   
knäbchen  Etwas manierirt dagegen und im Ver- 141er     
hältniss zu den Engeln zu klein sind die Figuren    Er. 
der vier Evangelisten gebildet, die in die beiden Heim enü r in der Kirche Z 
Giebelfeld-Ecken und auf das hinten durchlaufende Tiächeäldorf (s. folg.  u
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.