Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fürstenthum Reuss Jüngerer Linie: Landrathsamtsbezirk Schleiz
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2558659
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2560629
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ELIASBRUNN. 
GAHMA. 
Lobenstein. 
Dieser ist rundbogig, von Gebälk mit dem dreiseitig vertretenden Schalldeckel be- 
krönt. Holz, würde mit seinem bräunlichen Anstrich und Vergoldungen gut wirken, 
wenn nicht der grellblaue Anstrich der Basen und Gebälke störend dazukäme. 
Weinkanne, 
mit: 
H 0m 
Seidelform. 
Zinn. 
Hostienteller, mit Gravirungen: einem Eichenzweig mit Eicheln und umgeben- 
dem Eichenkranz am Boden und Ornamenten an dem im Umriss:  
ausgeschnittenen Rand. Zinn, unten drei Stempel (L in U, S in G und gekreuzte 
Hammer). 
Glocken. 1) 1746 von Chr. Sal. Craulich in Hof, mit Cruciiix, Spruch: Alles 
währet seine Zeit Jesu Lieb in Ewigkeit und Namen und Titeln Heinrich's XXIX. 
67 cm Durchmesser.  2) 1770, mit Anfangs-Buchstaben des Namens und der Titel 
Heinrichs XXIV. 49 cm Durchmesser.  Kirchengall. 
Kirchhof. Thorpfeiler, an zwei Eingängen, gemauert, mit Helmdach und 
Knopf darauf, dadurch von hübscherem Ansehen, als die gewöhnlichen Eingänge. 
Grabkreuze, aus dem 18. Jahrhundert, mit Ranken. Eisen. 
Gahma, 11 km nordwestlich von Lobenstein; 1415 Jhamen, bis 
geraischer und schwarzburgischer, seitdem unter geraischer Hoheit allein.  
Landeskunde, S. 763.  Kirchangall. S. 151. 
1439 unter 
-Brückner, 
Kirche (vor der Reformation bedeutendes Plebanat unter der saalfelder Bene- 
diktinerabtei), durch viele Jahreszahlen ausgezeichnet und von eigenthümlicher Form. 
Jetzt bildet sie aussen ein geschlossenes Rechteck, welches im Innern jedoch aus 
einem Ostraum und einem Westraum von je 8,7 m Lange und 10 m Breite und da- 
zwischen einem ebenso breiten, aber nur 3 m langen (also sehr schmalen) Mittelraum 
besteht. Der Mittelraum hat ein rippenloses Kreuzgewölbe mit einem Christuskopf als 
Schlusstein und ist durch starke, aber in grossen Spitzbögen geöifnete Mauern von 
beiden Seitenraumen getrennt. Vielleicht, dass dieser Theil auf ziemlich alte Zeiten 
zurückgeht. (Die Oeifnungen sind sichtlich später einmal verbreitert und erhöht. 
Uebrigens wäre man auch geneigt, ein innen sichtbares Fenster der Westwand, links 
oben, für ein romanisches zu halten, wenn nicht der ganze Aufbau der Westmauer den 
Charakter des 16. Jahrhunderts trüge.) Jedenfalls gehört der Hauptbau der ganzen 
Kirche in das Ende des 15. und den Anfang des 16. Jahrhunderts. Im Ostraum er- 
blicken wir an der Südfront zwei grosse Fenster, deren westliches Schweifbogen-Form: f] 
und darüber die Jahreszahl: 15293 (1493) zeigt; an dem Westraurn ist das Südportal 
ein einfacher Spitzbogen; an der (kahlen) Westfront steht: 1511 über dem Relief von 
Helmbüschen, welche der Rest eines Wappens zu sein scheinen. Weitere Bauthätig- 
keit ist bezeichnet durch Jahreszahl und Zeichen: 16  H. Z. 60  05. Dieselben kommen 
über den zwei bereits rundbogigen Fenstern der Nordseite (von welchen jedesmal
        

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