Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fürstenthum Reuss Jüngerer Linie: Landrathsamtsbezirk Schleiz
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2558659
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2560583
ALTENGESXEESI. 
Lobenstein. 
Altengesees, 13112 km 
Brüekner, Landeskunde, S. 761. 
(fast) nordwestlich von Lobenstein; 
 Kirchengall. S. 159 und kleine Ansicht. 
1517 
Altengeses. 
Kirche [an Stelle einer 1300 vorhandenen der Heiligen Simon und Judas, 
welche 1517 erweitert wurde], 1782 gebaut. Chor und Langhaus bilden ein Rechteck 
von 14,6 m Lange und 7,4 m Breite, mit flacher Holzdecke, mit grossen, aussen 
flachbogigen, innen rundbogigen Fenstern an den Langseiten, einer Rundbogen-Thür 
an der Westseite und einem Dachreiter (Viereck-Geschoss, dann Achteck-Geschoss, 
Schweifkuppel etc.), nahe der Westfront.  Brüekner a. a. O.  Kirchengall. 
Kanzelb au, hinter dem Altar, vom Ende des 18. Jahrhunderts, in neu- 
classischem Stil, sehr hoch, mit korinthischen Pilastern, zwischen denen die Kanzel 
in fünf Seiten des Achtecks vortritt. Holz. 
Grabstein an der Ostwand links eingemauert. Unterschrift bezüglich auf 
Caspar von Watzdorf zum Altengesees, T 1585. Der Verstorbene, gerüstet, doch 
ohne Helm, der zu Füssen steht, kniet auf einem Löwen vor dem Crucifix. Links 
ein ionischer Pilaster; der rechte fehlt. Aufsatz mit dem Relief der Auferstehung 
und rechts und links Wappen; Wappen sind ebenfalls an den Pilastern und an den 
Pilastersockeln angebracht. Sandstein, stark überweisst.  Brückner, a. a. O, mit 
falscher Jahreszahl.  Kirchengall. 
Grabstein an der Ostwand rechts, zum Theil um der Kanzeltreppe willen zer- 
stört, dem vorigen überlegen. Im Sockelglied steht in der Mitte die Inschrift für die 
Gemahlin des Caspar von Watzdorf, Magdalena geborene von Schaurot, T 1590; zu 
den Seiten Consolen. Ueber einem Gesims folgt der Haupttheil: die Verstorbene, 
in Hochrelief, steht betend zwischen zwei ionischen Pilastern, welche verzierte Posta- 
mente haben und mit je zwei Wappen besetzt sind, während auf den Ecken Genien 
mit umgekehrten Fackeln sitzen; vor ihnen ebenfalls Wappenschilder. Zwischen den 
Genien erhebt sich der Obertheil mit dem Relief Christi und Gott Vaters als 
sitzenden Halbüguren, eingefasst von balusterartigen, ornamentirten Pilastern. Ein 
sehmalerer Aufsatz enthält das Relief der Taube. An den Pilastern waren je drei 
Wappen, von denen einige zerstört sind. Das Architektonische, besonders die Ver- 
haltnisse und das Ornamentale sind recht gut, das Figürliche weniger gelungen. 
Sandstein.  Brückner a. a. 0., wie oben.  Kirchengall. 
Kelch, aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Fuss in Sechspass-Form: E3; 
auf einem Feld ein Crucifix aufgelegt. Am Knauf Rautenwürfel mit: IESVS, zwischen 
ihnen blinde, aber stark vertiefte Maasswerke. Am Schaft über, bezw. unter dem 
Knauf: MARIA, bezw.: HEILF ANA (hilf, Anna). Die Kuppe, aus späterer Zeit, 
ist in ihrem untersten Anfang mit einem Fries von vielblattrigen Halbrosetten um- 
legt. Sie ist von vergoldetem Silber, das Uebrige von vergoldetem Kupfer.  
Hostienteller dazu, mit Weihekreuz. 
2 Glocken von 1859. 
mit 
Jahrhundert, in bekannter Weise, 
Armen, aus geschmiedetem Eisen. 
Kirch hüf. Grabkreuze, ans dem 18. 
hübsch gebogenen Ranken und Blumen an den
        

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