Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fürstenthum Reuss Jüngerer Linie: Verwaltungsbezirk Gera
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2555696
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2556902
23 Gera. GERA, Salvatorkirche. 23 
dass eine Restauration gut wäre. Eine etwas künstlerischere und schmuckvollere 
Ausgestaltung, besonders des Aeusseren, würde, verbunden mit einer Regelung 
der Umgebung, die jetzt nüchterne Erscheinung der Kirche zu einer höchst wir- 
kungsvollen machen. Denn die Situation ist von vornherein so glücklich gewählt 
gewesen, dass nur eine fortgesetzte Nichtberücksichtigung der gegebenen Stellung 
die Kirche gewissermassen so herabgedrückt hat. Nördlich und östlich sind durch 
den Aufbau zum Theil hoher und nichtssagender Gebäude enge Strassen um die 
Kirche entstanden. Im Süden ist zwar eine breitere Fläche getheilt in einen der 
Kirche gleich hohen Weg und eine von Osten nach Westen sich senkende Strasse, 
doch ist diese Boden-Verschiedenheit künstlerisch unausgenutzt geblieben. Nach 
Westen dominirt die Kirche über die ganze umliegende Stadtgegend, da der Boden 
erheblich abfällt. Hier ist, mehr südlich von der Westfront, ein Treppenweg zur 
Weidaischenstrasse herabgeführt, die eigentliche Westfront aber durch ein Haus 
der Weidaischenstrasse verbaut, welches seine in Folge des bedeutenden Höhen- 
Unterschiedes niedrige, fensterlose, mit einigen Putz-Pilastern versehene Rückseite 
der Kirche zukehrt. Denkt man sich statt dessen eine stattliche Terrasse mit 
Brüstung und Anlagen nach Art der Münsterterrassen, so sieht man, wie die 
Anlage der Kirche gemeint war und sich, wenn es die Gunst der Verhältnisse 
erlaubt, vielleicht noch herstellen lässt, so das ganze Stadtbild verschönernd.  
Brückner, S. 431 f.  Hahn, S. 730 f. 906.987.  Harnisch, Handschr. Chronik.  
Kirchengalcrie S. 47. 96 (1717). 97 (1782). 98 (1817) mit Ans. (neben d. Stadtbild).  Klotz, Gera, 
S. 88-90.  Limmer IV, S. 1219.  Meissner, S. 418 f. 456-458. 485 f. 
(Gruft des Fürsten Heinrich XXX., 1' 1802, und seiner Gemahlin;  der 
Familie Schmiede].  Brückner, S. 432.) 
Taufgestell, aus unserem Jahrhundert; Holz. 
Lesepult-Träger in den1 östlichen, geschlossenen Stand der Süd-Vorbauten, 
aus dem 18. Jahrhundert; Knabenügur auf einem Postament, welche mit der 
Rechten das mit Ornamenten verzierte Lesepult in die Höhe hält, mit der Linken 
das Gewand schürzt; ganz hübsch. Holz, weiss lackirt, mit etwas Gold; 1,40 m hoch. 
[Altar von 1717, daran Frauengestalten, Gebet und Busse mit Weihrauch- 
Gefäss und Schädel; Kanzel von 1717 mit einem die Posaune blasenden Engel; 
Kronleuchter von 1756 aus Zinn; von 1762 aus Messing; 1780 untergegangen. 
 Harnisclm] 
Tauf schale, Beckenschläger-Arbeit bekannter Art, mit der Verkündigung, 
den zwei Umschrift-Reihen und den geschlagenen Kreuzen und Bogenmustern am 
Rand. Messing, 43 cm Durchmesser. 
2 Weinkannen, aus dem 18. Jahrhundert, seidelförmig; die eine durch 
Mittelring getheilt, Silber, mit theilweiser Vergoldung, mit Zeichen  E  
33112 cm hoch; die andere mit Perl-Verzierung am Henkel, Silber, vergoldet, mit 
Zeichen (N; combinirt: MH), 26 cm hoch. 
Kelch, von Goldschmied H. Joseph Osterfeldt am Johannistag 1635 ver- 
ehrt laut Inschrift auf einem aufgelegten, in der Umrahmung verzierten Schild des 
Sechspass-Fusses, der am Rande getriebene Blumengewinde mit Engelsköpfchen 
und ausser dem Schild noch ein Cruciüx aufgelegt zeigt; Knauf mit Eiern, da- 
zwischen sechs vertretenden Engelsköpfchen; Schaft unter dem Knauf mit Blumen
        

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