Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt: Landrathsamt Frankenhausen (Unterherrschaft)
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2552858
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2554059
UDERSLEBEN. 
Frankenhausen. 
UÜBFSIBÜOH, 5 km nordöstlich von Frankenhailsen; 1245 Odersslebin, 1252 
Odersleybin, im 13. Jahrhundert Sitz eines gleichnamigen Rittergeschlechts, gehörte 
früher zum Amte Ichstedt, 1377 wurde es mit diesem an die Grafen von Beichlingen 
verkauft. 
Klfßllß. Der Chor, aus einem Rechteckraum mit dem Thurm darauf und der 
schmaleren, jetzt aber rechteckig gebildeten Nische bestehend, sowie das breiter als 
der Chor angelegte, einschifüge Langhaus sind romanischer Anlage, in letzterem auch 
an der Nord- und Südseite nach Westen zu je ein altes Rundbogenfenster erhalten. 
Der Triumphbogen existirt in späterer Erhöhung. In spätgothischer Zeit wurde die 
Kirche verändert, wovon die Thurmfenster und ein Portalrest [von einem wieder 
abgebrochenen Nordvorbau des Langhauses] zeugen. Nach dem Mittelalter bekam die 
Kirche die Holzdecken (die des Langhauses gebogen), die übrigen Fenster und die 
Thür, die hässlichen Dächer auf dem Langhaus und dem erniedrigten Thurm etc. 
Einige Emporenstützen gut gedreht.  Bild von C. Rilsing, noch vor Abbruch des Vorbaues 
gemalt, im Ort befindlich   
Grabstein an der Ohor-Südwand, mit Umschrift: anno ötü mccccpc       
obyr ön (obiit dominus: starb der Herr)   t    ecclie (ecclesiae: der Kirche) ardßpc 
   plbäß (plebanus: Priester)  c  de: räqc  .i  pace (cujus anima requiescat in pace: 
dessen Seele ruhe in Frieden). Steife Figur des Plebans in geistlicher Tracht mit Kelch 
und Buch. 
Kelch, von: 1738. Seehspass-Fuss mit verschlungenen Bandverzierungen und er- 
habenem Grueifix; Knauf mit Eiern und erhabenem Monogramm des Stifters. Silber, ver- 
goldet.  
Hostienbüchse, vom Ende des 18. Jahrhunderts, etwas verziert. Silber. 
3 Glocken. 1832, 1854, 1877. 
Kirchhof:  
Po rtal- Rest (vom abgebrochenen Vorbau) spätgothisch. Das Portal hatte in den 
Gewänden Stabwerk zwischen Kehlen, welches unten auf gedrehten Sockeln ruhte und 
im Scheitel sich kreuzte. Ein Stück Sockel und das Scheitelstück sind erhalten  
Taufstein-Becken. Halbkugelform; am Bauch eingearbeiteter Eierstab; am Rand 
ein vorgearbeitetes Band mit runden Ausbauchungen der Kanten oben und unten, sowie 
mit ovalen Vertiefungen der Fläche  
  
 
        

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